Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GARSTEN. Jugendliche Asylwerber und junge Österreicher präsentieren am Samstag, 2. April, um 17 Uhr unter dem Titel „Till und Nasreddin treffen sich in Wenzels Kulisse“ humorvolle Szenen in der historisch ausstaffierten Losensteinerkapelle.

Triptychon-Projektteam: (von links) Regisseur Bernhard Schmalzel, Ulli Mödlagl-Freihofner, Werner Freihofner Foto: B. Ebenhöh

Für die ehemalige Stiftskirche von Garsten schuf der bekannte Barockmaler Johann Wenzel Bergl mittels Scheinarchitektur ein monumentales „Heiliges Grab“. Die bis zu ca. acht Meter hohe und sieben Meter breite Kulissenarchitektur gliedert die Apsis der Losensteinerkapelle in fünf Ebenen und schafft so einen scheinbar realen Raum, dessen Malerei direkten Bezug zum Heiligen Grab nimmt. Nach aufwendiger Restaurierung wurde das Kunstwerk 2014 erstmals wieder öffentlich präsentiert. Das Projektteam Garstner Triptychon verwirklichte zu diesem Anlass die Kunstaktion „Raus aus dem Depot – Die Wiederentdeckung des heiligen Grabes von Johann Wenzel Bergl“. Nun folgt am 2. April eine weitere Aktion.

Vom Okzident zum Orient

Das Ostergrab wirkt wie ein Fenster ins Morgenland: Der Betrachter steht vor einer imposanten Barockfassade und sieht im Hintergrund die Stadt Jerusalem. Helden und Märchen, Gerüche und Klänge des Orients verbinden sich mit den Figuren des Barocks zu einem Meer an Geschichten. Beide Kulturkreise offenbaren sich auf einen Blick.

Zwei Schalke

Nachdem 2014 Thomas Bernhards „In hora mortis“ bei der Wiederentdeckung des Bergl-Grabes verwendet wurde, darf diesmal schallendes Gelächter die heiligen Hallen erfüllen: Till Eulenspiegel, der mit Humor und Hinterlist oft die bösesten Streiche spielt, hat im orientalischen Kulturkreis einen Geistesverwandten: Nasreddin Hodscha ist ein genauso gewitzter Scharlatan, der es liebt, zum Narren zu halten.

Gelebte Integration

Junge Asylwerber sowie Burschen und ein Mädchen aus Österreich bringen im 30-minütigen Theaterstück Anekdoten und Geschichten von Till und Nasreddin auf die Bühne - teils in ihren Muttersprachen, teils mit der Sprache des Körpers und der Sprache der Musik. Das gemeinsame Theaterspielen, Proben und Lachen ermöglicht einen lustvollen Dialog der Kulturen und ein Lernen fürs Leben. Eintritt: freiwillige Spenden!


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden