Fleißige Kindergartenkinder sorgen für klimafitten Naturpark-Wald
GERAS. Mit großer Begeisterung und großem Interesse über die Bedeutung des Waldes halfen die Kindergartenkinder des ersten Niederösterreichischen Naturpark-Kindergartens im Rahmen einer Baumpflanzaktion die ersten neuen Pflänzchen zu setzen.

Zuvor konnten die kleinen Entdecker den Wald erkunden und erfuhren aus erster Hand die Wichtigkeit des Waldes und der Neuaufforstung. Denn es gilt: die Erfahrungen der Kinder in der Natur entscheiden über ihr Umweltverhalten als Erwachsene. Zudem sind Naturkontakte eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde seelische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen.
Ärmel hochkrempeln und Setzlinge pflanzen
Nach einer, für kleine Kinderfüße intensiven, Wanderung vom Kindergarten zur Speckhütte im Naturpark, konnten es die Kleinen kaum noch erwarten ihr Bäumchen zu pflanzen. Bereits in der Vorwoche wurden im Kindergarten fleißig Schilder gebastelt, damit der gepflanzte Baum mit dem Namen des Kindes gekennzeichnet werden kann. Im Anschluss an diese spannende Waldarbeit lud das Stift Geras zur stärkenden Jause ein. Nach einem aufregenden Vormittag machten sich die Kinder samt Familien gemütlich auf den Heimweg - mit dem guten Gefühl, dem Klima heute Gutes getan zu haben.
Mit jungen Bäumen dem Klimawandel begegnen
Möglich machte diese wertvolle Aktion der Versandhandel Universal. Auf einer Fläche von rund eineinhalb Hektar im Geraser Naturpark werden insgesamt 3.000 Laubbäume gepflanzt. Damit wird ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet und die Wichtigkeit des Waldes signalisiert. Die Schaffung der neuen Waldfläche ist eine Initiative zur Verbesserung und Sicherung der niederösterreichischen Lebensräume.
Auf der Waldfläche stand ursprünglich eine Fichtenmonokultur, die von Borkenkäfern befallen war und sich eindeutig als ungünstig erwies. So wird die ehemalige Monokultur in artenreiche, ökologisch wertvolle Laubbaumbestände umgewandelt. Dazu wurden 17 verschiedene Laubbaumarten (unter anderem Bergahorn, Birke, Grauerle, Hainbuche, Lärche und Roteiche) ausgewählt und einige dazu passende Nadelbäume als Vorzeige-Bäume gepflanzt.
Im Randbereich dieser Neu-Aufforstung des Naturparkes wird in Zukunft ein Lehrpfad mit Beschilderung (mit Informationen über die Bäume) entstehen.
Der neu geschaffene Laubmischwald trägt mit seinen wichtigen Funktionen, wie der Reduzierung der Borkenkäferpopulation, der CO²-Bindung oder der Wasser- und Luftfiltereigenschaft, nun aktiv zum Klimaschutz bei.
Erholungsgebiet Naturpark
Der Naturpark Geras ist Teil der idyllischen Teichlandschaft, mit viel Wald- und Wiesenflächen rund um das Stift im nordöstlichen Waldviertel, mit strukturierten landwirtschaftlich genutzten Flächen und hohem Mischwaldanteil. Der Naturpark erfreut sich jährlich an 15.000 Besuchern, die das Naturparadies mit den großen Tiergehegen und die Erholung in der Natur genießen. Der Verein Naturpark Geras umfasst an die 200 Mitglieder-Familien, wird vom Verein Naturpark Geras geleitet und befindet sich im Besitz des Prämonstratenser Chorherrenstift Geras.


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