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GFÖHL. Die Volksschule in der Ernest-Thum-Straße wird derzeit grundlegend saniert und umgebaut. Da ein normaler Schulbetrieb nicht möglich ist, hat die Stadt ein Ausweichquartier errichtet. Tips hat sich in der „Containerschule“ umgesehen und mit Direktorin Margot Stastny-Braun und Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger (ÖVP) über die ersten Tage im neuen Zuhause gesprochen.

  1 / 5   Auch im Ausweichquartier wird eine Nachmittagsbetreuung angeboten. Das Bild zeigt die Schüler Izabella, Nikita, Robert und Simon (v. l.) mit Freizeit­pädagogogin Lisa Gassner, Direktorin Margot Stastny-Braun, Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger und Freizeitpädagogin Veronika Murhammer (v. l.). Foto: Brandt

Für die 196 Schüler und 15 Lehrkräfte der Volksschule Gföhl hat ein ganz besonderes Schuljahr begonnen: der Unterricht findet heuer in einem Ausweichquartier statt. Auf einem weitgehend unbebauten Areal in der Seilergasse, welches die Gedesag kostenlos zur Verfügung stellt, hat die Stadt während der Ferien insgesamt 67 Container aufstellen lassen. Die Vorbehalte in der Bevölkerung ob dieser Lösung waren zunächst groß. Doch spätestens jetzt, einige Tage nach Schulstart, macht sich in den Familien Erleichterung breit. Laut Direktorin Margit Stastny-Braun zeigen sich manche Eltern regelrecht begeistert, über die hellen und großzügigen Räumlichkeiten.

Es fehlt bislang an nichts

„Wir haben hier alles, was wir vorher auch hatten“, betont die Direktorin. Strom-, Kanal- und Wasserleitungen wurden im Vorfeld extra von der Gemeinde verlegt. Die Container verfügen nicht nur über zahlreiche Fenster, sondern auch über eine Heizung. W-LAN ist ebenfalls vorhanden. Mit dem benachbarten Kindergarten und der Neuen Mittelschule gibt es eine Kooperation hinsichtlich der Sportstunden.

Lob fürs gesamte Team

Der Dank der Direktorin gilt den Lehrern sowie Schulwart Robert Leutgeb und Gattin Maria, welche die Übersiedlung hervorragend vorbereitet hätten. „Es ist sensationell, wie schnell das gegangen ist“, so Stastny-Braun. Die Lehrer bemühten sich, ihren Unterricht an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Bilanz der Direktorin nach der ersten Schulwoche ist daher durchwegs positiv: „Wenn das so weitergeht, wird es ein Spaß“.

Millionenprojekt

Unterdessen sind die Bauarbeiten in der alten Volksschule angelaufen. Unter anderem werden dort Räume für die Nachmittagsbetreuung geschaffen, Dach und WC-Anlagen saniert, ein Turnsaal eingebaut und eine Photovoltaikanlage errichtet. Künftig wird die Schule auch barrierefrei sein und über einen Lift verfügen. Mit Kosten von rund 2,5 Millionen Euro ist der Umbau derzeit das größte Projekt der Stadtgemeinde. Die Arbeiten sollen in einem Jahr abgeschlossen sein, so dass die Kinder ab dem nächsten Schuljahr ihre neuen Räume nutzen können.


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