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Leserartikel Online Redaktion, 31.05.2015 08:08

GMÜND. Die neue Multivisionsschau „Mahlzeit – the story of men and meat“ der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 machte Station in der Bezirkshauptstadt. Etwa 600 Schüler besuchten die Filmvorführung im Kulturzentrum. Sie erhielten wichtige Informationen über die Hintergründe der industriellen Fleischproduktion.

Die Multivisionsshow von Global 2000, moderiert von Anton Frisch. Foto: Schacherl
  1 / 2   Die Multivisionsshow von Global 2000, moderiert von Anton Frisch. Foto: Schacherl
Die Multivisionsschau „Mahlzeit – the story of men and meat“ thematisiert eines der aktuellsten und drängendsten Themen der modernen Zeit: die Frage des eigenen und globalen Fleischkonsums. Weltweit steigt der Fleischverbrauch rapide an. Sowohl in reichen Staaten wie Österreich als auch in Schwellenländern wachsen Nachfrage und Angebot. Das hat weitreichende Folgen für die Menschheit.Wichtige InformationenDie zirka 30-minütige Show ist speziell für Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahre gemacht und bringt Themen und Problematiken näher, die in direktem Zusammenhang mit dem Fleischkonsum stehen: Ernährungssicherheit, Futtermittel, Transport, ökologischer Fußabdruck, Klima, Regenwald, Tierhaltung, Gesundheit und Gentechnik. Anhand einfacher Beispiele wird den Jugendlichen mit Bildern, Filmen und Texten gezeigt, was hinter einem Stück Fleisch steckt, das auf einem Teller landet.Im Kulturhaus Gmünd standen drei Vorführungen auf dem Programm, jeweils eine für die Mittelschule zwei für Musik und Ökologie, für die Neue Mittelschule und abschließend für die Handeslakademie. Moderator Anton Frisch führte die Jugendlichen zur Thematik hin, bevor der Film begann, im Anschluss bemühte er sich, noch Diskussionen in Gang zu bringen. „Wir wollen die Leute mit der Show zum Selber-Denken anregen“, erzählte er während einer Pause.Umweltstadtrat Reinhold Schneider (SPÖ) wies in einer kurzen Rede vor der ersten und zweiten Filmvorführung auf die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen hin. Er selbst hatte sich die erste Schau um 8 Uhr angeschaut. Seine Eindrücke: „Gerade solche Veranstaltungen über den biologischen Fußabdruck und gesündere Nahrung gehören gefördert. Wir, aber vor allem die Jugendlichen, die Konsumenten von morgen, haben die Möglichkeit die Zukunft unserer Erde richtungsweisend zu verändern. Jeder kann selber dazu beitragen z. B. mit bewusstem Einkaufen. Laut Studien werfen wir Österreicher rund ¼ von Fleisch und Wurst in den Müll. Das muss doch nicht sein, solch ein Überangebot.“Unglaubliche FaktenDie Zahlen und Fakten, die die Multivisionsshow beinhaltet, sind alarmierend. Jeden Tag verlieren 180 Millionen Tiere ihr Leben, um den Fleischhunger der Menschen zu stillen. Die Viehwirtschaft verursacht fast ein Viertel aller globalen Treib-hausgase. Damit trägt sie etwa so viel zum Klimawandel bei wie der gesamte weltweite Verkehr.Die Haltung und Fütterung der Nutztiere beansprucht etwa 80 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche der Erde. Futter für die industrielle Massentierhaltung steht damit in Flächenkonkurrenz zur menschlichen Nahrung.In Nord- und Südamerika sind ein Großteil des angebauten Sojas gentechnisch verändert. Viele Millionen Tonnen des Sojas kommen als Tierfutter nach Europa und auch nach Österreich. In Summe wird etwa ein Drittel aller Nahrungsmittel in Europa nie gegessen, sondern gleich zu Abfall.Jeder kann etwas tunDie Schau zeigt nicht nur die Probleme auf, sondern bietet auch Lösungsvorschläge an. Einfach und sehr effektiv ist es, das Konsumverhalten zu verändern. Leonore Gewessler, Geschäftsführerin von Global 2000: „Wir empfehlen also für Nicht-Vegetarier oder -Veganer: Zurück zum Sonntagsbraten. Hin zum bewussten Fleischkonsum, am besten mit Fleisch aus der Region und aus biologischer Landwirtschaft vom artgerecht gehaltenen Tier – das ist gut für Mensch, Tier und Umwelt.“  

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