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BEZIR GMÜND. Spätestens bis Ende August sollten Sie Ihren Thymian ernten, um einen würzig-duftenden Kräutervorrat für den Winter zu sichern. Durch einen späteren, starken Schnitt wäre der Neuaustrieb sonst zu jung und frostempfindlich, um gut über den Winter zu kommen. Getrockneter Thymian ist in seiner Würzkraft bis zu dreimal intensiver als die frisch geernteten Blätter. Für eine erfolgreiche Konservierung sind jedoch schonende Trocknung und luftdichte, dunkle Lagerung essentiell.

Thymian wächst bei uns als winterharter, kleiner Halbstrauch, zählt also nicht zu den Stauden sondern zu den Kleingehölzen. Im Gegensatz zu Rosmarin ist er bei uns sehr frosthart, vorausgesetzt, die Ernte erfolgt rechtzeitig. Foto: AdobeStock

„Thymian wächst bei uns als winterharter, kleiner Halbstrauch, zählt also nicht zu den Stauden sondern zu den Kleingehölzen. Im Gegensatz zu Rosmarin ist er bei uns sehr frosthart, vorausgesetzt, die Ernte erfolgt rechtzeitig“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Wählen Sie einen heißen Sommertag und schneiden Sie die Triebe am späten Vormittag mit einer scharfen, sauberen Gartenschere etwa 8 Zentimeter über dem Erdboden ab. Kräuter sollten nur geschnitten werden, wenn sie trocken sind. Tau- oder regennasse Blätter schimmeln leicht und sind zudem weniger aromatisch. Bündeln Sie das Erntegut anschließend gleich in kleine Sträußchen und hängen Sie diese an einen warmen, trockenen, möglichst dunklen staubfreien Ort auf. Die Kräuter sollten so rasch wie möglich trocknen, jedoch nie über 40 °C oder gar in der Sonne gelagert werden, sonst verflüchtigen sich die ätherischen Öle. Für kleinere Erntemengen können Sie die Zweige auch, auf einem sauberen Baumwolltuch aufgelegt, auf einem Wäscheständer trocknen. Wenden Sie die Zweige ab und zu behutsam, damit die Trocknung gleichmäßig erfolgt.

Wenn die Blätter „rascheln“ und die Stiele nicht mehr biegsam sind sondern leicht brechen, werden die Triebe gerebelt. Bewahren Sie das grüne Gold in luftdichten Gefäßen lichtgeschützt auf. Thymian behält so etwa zwei Jahre seine intensive Würzkraft. Ältere Kräutervorräte eignen sich auch noch für ein Kräuterbad.

Vielseitiges Würzkraut

Thymian ist nicht nur als mediterranes Würzkraut beliebt, der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist auch ein vielseitiges Heilkraut. Gegurgelt oder getrunken ist Thymiantee ein altbekanntes Hausmittel bei Erkältungen. Die in der Pflanze enthaltenen, ätherischen Öle wirken zudem nervenstärkend, durchblutungsfördernd, appetitanregend und kurbeln das Immunsystem an.

Thymian ist nicht nur als mediterranes Würzkraut beliebt, der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist auch ein vielseitiges Heilkraut. Gegurgelt oder getrunken ist Thymiantee ein altbekanntes Hausmittel bei Erkältungen. Die in der Pflanze enthaltenen, ätherischen Öle wirken zudem nervenstärkend, durchblutungsfördernd, appetitanregend und kurbeln das Immunsystem an.


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