Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NÖ. Zahlreiche Wildbienenarten sind hochspezialisiert und brauchen bestimmte Pflanzentypen, um zu überleben. Bei einigen muss es sogar eine einzige Pflanzenart sein. Ein Beispiel für diese „oligolektischen“ Bienen ist die Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca), deren Weibchen nur am Natternkopf Pollen sammeln. 

Glockenblumen-Scherenbiene Foto: Walter Wallner
Glockenblumen-Scherenbiene Foto: Walter Wallner

In Mitteleuropa ist diese Bienenart ausschließlich auf den Gemeinen Natternkopf (Echium vulgare) angewiesen. Andere oligolektische Bienenarten haben immerhin mehrere Pflanzenarten einer Gattung zur Auswahl: So brauchen beispielsweise mehrere Scherenbienenarten und eine Sägehornbiene Glockenblumen und eine Maskenbiene benötigt Reseda zum Überleben.

Diese dringend benötigten Pflanzen sind für die hochspezialisierten Wildbienen aber oft nur noch schwer zu finden. Bunte Blumenwiesen in der Natur werden immer seltener und in vielen Gärten haben Wildpflanzen kaum noch Platz. Es dominieren Kulturpflanzen, gezüchtete „Sorten“ die zum Teil weder Pollen noch Nektar bieten, oder Pflanzen aus anderen Regionen der Erde. Oft werden die gut angepassten Wildpflanzen akribisch entfernt – mit ihnen verschwinden auch die so wichtigen Bestäuber aus den Gärten.

Naturschutzbund-Tipp: Heimische Pflanzen pflanzen!

Deshalb der Tipp des Naturschutzbundes: Fördern Sie zumindest in einem Teil Ihres Gartens oder am Balkon die „guten alten“ Pflanzen, die man früher nicht nur in der Natur, sondern auch in Bauerngärten fand: Glockenblumen, Habichtskraut, Astern, Natternkopf, Disteln, Schafgarben etc.

Als Gärtner haben wir es in der Hand, wie viel Vielfalt wir auf unserem eigenen Stück Natur ermöglichen. Wenn wir mit der Natur gärtnern und heimische Arten fördern, dann werden wir mit einer bunten Vielfalt an Pflanzen und Tieren rund um uns belohnt, spannende Naturbeobachtungen inklusive.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Rauschende Rauchfangkehrer-Ballnacht im Sole Felsen Hotel

Rauschende Rauchfangkehrer-Ballnacht im Sole Felsen Hotel

GMÜND. Der 36. Ball der nö. Rauchfangkehrer fand im Sole Felsen Hotel in Gmünd statt.

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
somaSchrems feiert ersten Geburtstag

somaSchrems feiert ersten Geburtstag

SCHREMS. Der somaSchrems in der Pfarrgasse 3 versorgt seit 1. Oktober 2019 armutsbetroffene Menschen in der Region mit Grundnahrungsmitteln ...

Tips - total regionalOlivia Lentschig
Größte Klima-Demo in Schrems seit Jahrzehnten

Größte Klima-Demo in Schrems seit Jahrzehnten

SCHREMS. Die Klimabewegung ist nun auch im Waldviertel angekommen. Am 6. Weltweiten Klimatag versammelten sich in Schrems Bürgerinitiativen, ...

Tips - total regionalOlivia Lentschig
Internationaler Tag des Grünen Bandes: Naturschutzbund verlost Bildbände

Internationaler Tag des Grünen Bandes: Naturschutzbund verlost Bildbände

NÖ. Mehr als 30 Jahre ist es her, dass der Eiserne Vorhang fiel. Was damals eine Todeszone für Menschen war, bot der Natur einen ...

Tips - total regionalOlivia Lentschig
Neuer Arzt für Schrems

Neuer Arzt für Schrems

SCHREMS. Mit 01. Juli 2020 nahm die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) einen Facharzt für Kieferorthopädie in Schrems ...

Tips - total regionalOlivia Lentschig
Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz in Gmünd

Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz in Gmünd

GMÜND. Ende August beenden drei Absolventinnen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) ihre Tätigkeit beim Roten Kreuz Gmünd. ...

Tips - total regionalOlivia Lentschig
Weitere Beiträge