Silvia Moser (Grünen) warnt vor Europaspange und stellt Anfrage an Landesrat Schleritzko (ÖVP)

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Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 15.10.2019 14:05 Uhr

WALDVIERTEL. „Eines bringt die Europaspange mit Sicherheit: Umweltzerstörung von ungeahntem Ausmaß mit ständiger Lärmbelastung, Feinstaub und Abgasen. Unsere Lebensqualität ist durch dieses Projekt in Gefahr“, warnt Silvia Moser, Grüne Landtagsabgeordnete aus Zwettl angesichts des Starts der Verkehrsprüfung zur Waldviertelautobahn. 

Besonders in den Gemeinden, durch die diese Transitschneise verlaufen soll werden die Auswirkungen besonders zu spüren sein. Entgegen der Aussagen vom zuständigen Landesrat ist die Autobahn auch aus wirtschaftlicher Sicht kontraproduktiv. Prof. Knoflacher, Verkehrsexperte der TU Wien, führte kürzlich im Rahmen eines Vortrags bei Sonnentor aus, dass Autobahnen den ländlichen Raum massiv treffen. „Es gilt selbstbewusst aufzutreten, das Waldviertel hat Qualitäten und in Eigenverantwortung im Sinne der Region aufzutreten. Es geht um die Zukunft des Waldviertels und ob man mehr eigene Betriebe oder nur mehr fremde Konzerne haben möchte. Will man mehr oder weniger pendeln? Und wie kann man die Nebenbahnen revitalisieren und Städte wie Zwettl und Waidhofen wieder an die Bahn anbinden“, sagte Knoflacher. Die Praxis zeigt sich auch z.B. nach dem Bau der Tauernautobahn ist die regionale Wirtschaftsleistung um 9,4% eingebrochen. „Das würde auch den betroffenen Teilen von Wein- und Waldviertel drohen“, sagt Moser und stellt bezüglich der Vorbereitungen der „Strategischen Prüfung der Europaspange“ eine Anfrage an Landesrat Schleritzko (ÖVP) um weitere Informationen u.a. über die Studien und dem Umweltbericht zum Projekt zu erhalten.

Warum strebt die ÖVP trotz dieser umfassenden Nachteile den Bau der Waldviertelautobahn an?

„Die Waldviertelautobahn ist Teil eines großen Transitnetzwerks“, ist Moser überzeugt. Denn die Breitspurbahn, die künftig aus Russland bis ins östliche Niederösterreich führen wird, würde Produkte aus Fernost nach Europa liefern. Von dort würden die Güter über die Ostautobahn, den – ebenfalls dafür vorgesehenen Lobau-Tunnel -, S1, A22 und in weiterer Folge über die Waldviertelautobahn nach Westen transportiert. „Wir wollen nicht zur Transithölle werden. Die Verantwortlichen sollen nach Tirol fahren und dort fragen, wie es den Menschen mit tausenden LKW jeden Tag vor der Haustüre geht“, ärgert sich Moser. Sie wird gemeinsam mit Landessprecherin Helga Krismer aus Baden und Landtagsabgeordneten Georg Ecker aus Hollabrunn das Projekt bekämpfen. „Ich erwarte mir auch von der ÖVP Niederösterreich ein klares Statement gegen diese Transitschneise durch unser Bundesland“, schließt Moser.

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