Ausnahmeregelung für Holztransporte um ein Jahr verlängert

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Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 02.12.2019 10:08 Uhr

WALDVIERTEL. Nach Gesprächen mit Waldbesitzern und Frächtern haben sich Landwirtschaftskammer NÖ und das Land NÖ auf Verlängerung der Ausnahmeregelung zur geltenden Gewichtsbeschränkung für Holztransporte geeinigt.

Nach wie vor stehen Niederösterreichs Forstwirte vor großen Herausforderungen, die etwa durch den Befall großer Waldgebiete durch Schädlinge oder große Trockenheit ausgelöst wurden. „Die Schadholzmengen sind anhaltend groß und es ist wichtig, dass vor allem das “Käferholz„ rasch abtransportiert wird, um die Verbreitung der Borkenkäfer einzudämmen. Es ist deshalb ein großer Erfolg, dass seitens des Landes Niederösterreich die Ausnahmeregelung zur geltenden Gewichtsbeschränkung für Holztransporte verlängert wird“, so der Präsident der Landwirtschaftskammer NÖ, Johannes Schmuckenschlager, nach einem Arbeitsgespräch mit NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP).

Konkret dürfen auch weiterhin Holztransporte mit einem Gesamtgewicht von bis zu 50 Tonnen anstatt der vorgesehenen 44 Tonnen unterwegs sein. „Diese Vorgangsweise ist nicht nur zwischen der Landwirtschaftskammer NÖ und dem Land NÖ akkordiert, sondern auch Wunsch der Waldbesitzer, Forstwirte und Frächter. Es gilt hier an einem Strang zu ziehen, um diese schwierige Situation zu meistern. Deshalb verlängern wir die Ausnahmeregelung um ein Jahr bis Ende November 2020. Damit gilt in Niederösterreich der gleiche Zeitraum für diese Ausnahme, die auch in Oberösterreich gilt“, erklärt Landesrat Schleritzko.

Enormer Schadholzanteil in NÖ

Die Klimaveränderung stellt die niederösterreichische Forstwirtschaft in den letzten Jahren vor enorme Probleme. Von der 2018 geernteten Holzmenge – 5,3 Millionen Festmeter – betrug der Schadholzanteil 3,1 Millionen Festmeter (58 Prozent). Hauptbetroffen sind die Bezirke Krems, Horn, Waidhofen/Thaya und Gmünd in denen mehr als 2 Millionen Festmeter Schadholz durch Borkenkäfer angefallen sind. Für 2019 rechnet man mit einer noch höheren Schadholzmenge als 2018.

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