Wirtschafts.Akademien.Waldviertel mit europaweiter Vorzeigewirkung

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Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 27.06.2020 08:00 Uhr

GMÜND. Eine gute Ausbildung ist der Schlüssel zu Beschäftigung. Aus diesem Grund setzt das Land Niederösterreich alles daran, die Schulen zukunftsfit zu machen. Zukunftsfit sind Schulen dann, wenn Schüler so ausgebildet werden, dass sie am Arbeitsmarkt gebraucht und nachgefragt werden.

Im Schuljahr 2018/2019 ist daher auf Initiative von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (parteifrei) gemeinsam mit NÖ Bildungsdirektor Johann Heuras (ÖVP) aus den vier Handelsakademien im Waldviertel das Projekt der neuen „Wirtschafts.Akademien“ entstanden. Aufgrund des Erfolges dieses Projekts hat nun Bildungsminister Heinz Faßmann (parteifrei) zugesagt, dieses Projekt finanziell zu unterstützen, mit besonderem Fokus auf den digitalen Ausbau der Unterrichtsmöglichkeiten - dafür sind mehr als 500.000 Euro veranschlagt.

Diese Investitionen machen sich bezahlt, denn die Wirtschafts.Akademien im Waldviertel sind ein Vorzeigeprojekt. So werden mit attraktiven und innovativen Ausbildungsformaten in enger Kooperation mit der Wirtschaft, gut ausgebildete Fachkräfte in der Region gehalten. Im konkreten wurden dabei die vier HAK-Standorte: Gmünd mit dem Schwerpunkt „Logistik.International“, Waidhofen/Thaya mit dem Schwerpunkt „E-Business. Entrepreneurship“, Horn mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsmanagement. Sport“ und die HAK Zwettl mit dem Schwerpunkt „Lebensmittel.Holz“ spezialisiert. Allesamt Themenbereiche, die in der Region besonders stark nachgefragt werden.

Alle vier Standorte zeichnen sich durch eine starke Vernetzung untereinander und auch mit der regionalen Wirtschaft aus. Dies zeigt sich mit der engen Zusammenarbeit von 180 Betrieben im Waldviertel im Rahmen des Projekts. Dass das Konzept richtig und wichtig ist und greift, beweisen auch die Schülerzahlen, die trotz rückläufiger Bevölkerungsentwicklung stabil bis steigend gehalten werden, erklären Mikl-Leitner und Teschl-Hofmeister.

Bildungs-Spezialisierung ohne Ortswechsel

Mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 startet nun der Einsatz des sogenannten „digitalen Klassenzimmers“, eine Novität mit europaweiter Vorzeigewirkung. Ziel dabei ist, dass die Schüler die Schwerpunkte beliebig wählen können, ohne Rücksicht auf den Schulstandort nehmen zu müssen, an dem sie sich befinden. Das Schwerpunktthema wird vom dritten bis fünften Schuljahr interaktiv via Echtzeit-Video-Übertragung in je zwei Wochenstunden erlernt. „Wie wichtig diese innovativen, digitalen Maßnahmen sind, haben uns die letzten Wochen und Monate in der Coronakrise eindrucksvoll bewiesen“, so Bildungsdirektor Johann Heuras.

„Ich begrüße den weiteren Ausbau der Wirtschafts.Akademien.Waldviertel, denn nur mit einer modernen und zeitgemäßen Ausbildung können wir auch für die Herausforderungen von morgen gerüstet sein. Dieses landesweite Vorzeigeprojekt stärkt die Qualität der Ausbildung und sichert die Standorte in der Region ab. Bei uns im Bezirk profitieren die rund 160 Schülerinnen und Schüler der HAK Gmünd“, freut sich VP-Landtagsabgeordnete Margit Göll.

„Die Wirtschafts.Akademien.Waldviertel schaffen Gewinn-Situationen für alle Beteiligten: für die Schülerinnen und Schüler, weil sie bessere Chancen haben, in ihrer Region einen qualifizieren Arbeitsplatz zu finden und für die Unternehmen, weil sie die benötigten Fachkräfte in der Region halten können. Für die Region, weil Schulstandorte längerfristig abgesichert werden und die Jugendlichen in der Region bleiben“, sind sich alle einig.

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