Karten-App wurde Traunstein-Bergsteiger zum Verhängnis
GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Aus unwegsamem Gelände musste ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck am 27. Mai gegen 12 Uhr vom Hubschrauber der Flugpolizei geborgen werden. Eine Handy-App hatte ihn auf gefährliche Pfade geführt.

Der Mann wollte zum ersten Mal den Traunstein besteigen und orientierte sich dabei nach einer Handy-App. Auf dieser App war ein Weg auf der Nordseite des Traunsteins eingezeichnet und er entschied sich dazu diesen aufzusteigen. Dabei handelte es sich jedoch um einen nicht markierten Steig über das sogenannte „Hochkamp“. Diesen anspruchsvollen Steig verlor der Wanderer und die App zeigte ihm einen weiteren „Weg“ Richtung Gipfel. So stieg er über wegloses, steiles, nasses, felsdurchsetztes und Absturz gefährdetes Gelände Richtung Ostgrat. Auch das ist ein nicht markierter und anspruchsvoller Steig, welcher alpine Bergsteigerfähigkeiten erfordert. Als er sich schließlich nicht mehr weiter traute, setzte er einen Notruf ab. Die Besatzung des Polizeihubschraubers lokalisierte den Mann rasch neben dem Ostgrat und rettete ihn mittels Taues unverletzt.


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