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Parfum und "Clean Urin": Kreativer 20-Jähriger wollte Drogenkonsum verheimlichen

Onlineredaktion Tips, 03.10.2021 09:22

GMUNDEN. Mit allen möglichen Mitteln versuchte ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden seinen Drogenkonsum vor der Polizei zu verheimlichen.

Symbolfoto: Dmytro Tyshchenko/shutterstock.com
Symbolfoto: Dmytro Tyshchenko/shutterstock.com

Der Mann war Samstagnacht von der Polizei auf der Bahnhofstraße angehalten worden, weil er in Schlangenlinien und teilweise auf der falschen Fahrspur fuhr. Als die Polizisten sich dem Auto näherten, sprühte sich der 20-Jährige großzügig mit Parfum ein. Nach Drogen gefragt, verneinte der Mann jeglichen Konsum, einen freiwilligen Urintest lehnte er allerdings ohne Begründung ab.

Kurzes Telefonat und die Familie rückte an

Auf der Polizeiinspektion sollte schließlich eine Ärztin über die Fahrtauglichkeit entscheiden. Doch bevor diese da war, telefonierte der Mann kurz und fünf Minuten später fanden sich sechs seiner Familienmitglieder auf dem Parkplatz der Polizeiinspektion ein. Plötzlich stimmte der Mann einem freiwilligen Urintest zu.

Beamte erwirkten Sinneswandel 

Den Beamten kam das spanisch vor und stellten dem Gmundner eine Personendurchsuchung in Aussicht. Daraufhin folgte ein zweiter Sinneswandel: Der Verdächtige zog eine als „Handseife“ getarnte Packung „Clean Urin“ freiwillig aus seiner Unterhose. Bei der anschließenden klinischen Untersuchung stellte die Ärztin eine deutliche Suchtmittelbeeinträchtigung fest und nahm dem 20-Jährigen Blut zur weiteren Untersuchung ab. Dem Lenker, der während der Amtshandlung mehrmals eingeschlafen war, wurde der Führerschein abgenommen und er wird der Bezirkshauptmannschaft Gmunden angezeigt.

Clean Urin entspricht dem Harn eines gesunden und abstinenten Menschen, das heißt, wenn man diesen Urin auf bestimmte verbotene Substanzen testen würde, würde das Ergebnis negativ ausfallen. Clean Urin wird künstlich hergestellt.


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