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OBERTRAUN. Ein 26-jähriger Franzose ist Montagnachmittag am Krippenstein einer Gämse nachgestiegen bis er in einer Felswand weder vor noch zurück konnte. Der Mann musste die Nacht über am Berg bleiben und wurde am Dienstag vom Hubschrauber gerettet.

Foto: WildMedia/shutterstock.com
Foto: WildMedia/shutterstock.com

Der schlecht ausgerüstete Franzose war auf dem Weg zur Aussichtsplattform „5 Fingers“. Als er beim Aufstieg eine Gämse bemerkte, wollte er diese genauer beobachten und folgte ihr, weg vom markierten Aufstiegsweg, in felsiges wegloses Gelände. Obwohl es dämmerte, versuchte der Mann noch weiter durch das steile Terrain aufzusteigen. Erst als es völlig dunkel war, bemerkte er, dass er mitten in einer Felswand war und weder vor noch zurück konnte. Er suchte sich einen sicheren Platz und versuchte dort, vorerst ohne fremde Hilfe, die Nacht zu überstehen.

Erste Hilfe erst nach Mitternacht 

Erst gegen Mitternacht verständigte er seine Freundin in Salzburg und teilte dieser seine missliche Lage mit. Die 29-jährige Frau, ebenfalls aus Frankreich, informierte die Polizei. Gegen 0:30 Uhr konnten so die Einsatzkräfte im Salzkammergut erst beginnen, den Mann zu lokalisieren und eine Rettung vorzubereiten. Der nachtflugtaugliche Hubschrauber konnte den verstiegenen Wanderer schnell orten, ihn jedoch in der Dunkelheit nicht von seiner Position retten. Deshalb stiegen Bergretter und ein Alpinpolizist in Richtung des Franzosen auf.

Mann verbrachte Nacht in der Wand

Aufgrund des weglosen, steilen und felsdurchsetzten Geländes war eine bodengebundene Rettung in der Nacht für die Einsatzkräfte jedoch zu gefährlich. Dem unverletzten Mann wurde durch Zurufe mitgeteilt, dass ein sicherer Abstieg erst bei Tageslicht durchgeführt werden kann und er die Nacht in der Wand ausharren müsse. Beim ersten Tageslicht konnte der Mann vom Notarzthubschrauber leicht verletzt aus der Wand gerettet und am Fuße des Krippensteins abgesetzt werden. Seine Rettungsmannschaft blieb die gesamte Dauer in Rufweite des Mannes und konnte gegen 7:30 Uhr den Einsatz beenden.


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