HALLSTATT. Zwei junge Frauen aus Tschechien sind am Weg von Hallstatt nach Gosau im für sie überraschend tiefen Neuschnee stecken geblieben und mussten von Bergrettung und Alpinpolizei gerettet werden.

Die zwei Frauen im Alter von 28 Jahren und 21 Jahren reisten am späten Donnerstagabend nach Hallstatt und schliefen laut Polizei in der Nacht auf Freitag nur wenig.
Am Freitag gegen 12 Uhr starteten die beiden Freundinnen von Hallstatt, um zu Fuß über einen Gebirgszug ihr Urlaubsdomizil in Gosau zu erreichen. Die geplante Route ist durchgehend als Forststraße ausgeprägt und im Sommer eine beliebte Mountainbikerunde.
Weiße Überraschung
Bereits in einer Seehöhe von etwa 870 Metern war die Forststraße nicht mehr geräumt und die Schwierigkeiten im Schnee begannen rasch zuzunehmen. Die jungen Frauen waren vom Winter in den Bergen vollkommen überrascht und stapften im teils knietiefen Schnee bergwärts. Deutlich unter einem geplanten Etappenziel, dem Strähnhag, 1.502 Meter, setzten die beiden gegen 16.25 Uhr in einer Seehöhe von etwa 1.210 Metern einen Notruf ab.
Sie hatten zuvor zwei Kehren der Forststraße durch den steilen Wald abgekürzt und sich dabei schlussendlich vollkommen verausgabt.
Es wurde der Bergrettungsdienst Hallstatt alarmiert und ein Alpinpolizist stieg derweil mit Schneeschuhen zum vermuteten Einsatzort auf. „Gegen 18.15 Uhr konnten die leicht verängstigten Frauen knapp unterhalb der Forststraße im weglosen Waldgelände gesichtet werden. Mit gutem Zuspruch konnte der Rückweg angetreten werden, bis man etwas später auf den nachkommenden Bergrettungsdienst traf. Die beiden Frauen verweigerten ärztliche Hilfe und wärmten sich beim Bergrettungsdienst Hallstatt wieder auf“, berichtet die Polizei.


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