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Bergsteiger in Gletscherspalte abgestürzt: dramatische Rettungsaktion am Dachstein

Online Redaktion, 06.09.2026 12:14

DACHSTEIN. Zwei deutsche Alpinisten stürzten beim Abstieg über den Hallstätter Gletscher in eine rund 15 Meter tiefe Gletscherspalte und wurden schwer verletzt gerettet.

Hoher Dachstein mit Gosaugletscher (Foto: Karl Allen Lugmayer/stock.adobe.com)
Hoher Dachstein mit Gosaugletscher (Foto: Karl Allen Lugmayer/stock.adobe.com)

Am Samstag kam es gegen 17.30 Uhr zu einem Absturz einer Seilschaft in eine Gletscherspalte im Bereich der Randkluft am Hohen Dachstein.

Zwei Freunde aus Deutschland, 32 und 39 Jahre alt, erreichten am Samstagnachmittag nach dem Aufstieg über den „Schulteranstieg“ den Gipfel des Hohen Dachstein. Für den Abstieg wählten die beiden Männer die Variante über den „Randkluftsteig“.

Viele Gletscherspalten am Dachstein

Die zwei Freunde waren für die Klettersteige entsprechend ausgerüstet und hatten bis zum Ende der Kletterpassagen wenig Schwierigkeiten. Der Randkluftsteig endet jedoch auf einer Seehöhe von 2.700 Metern im oberen Bereich des derzeit stark durch Spalten bedeckten Hallstätter Gletschers.

Als Seilschaft unterwegs

Die beiden beschlossen, das etwa 40 Grad steile Eisfeld als Gletscherseilschaft, verbunden durch ein zehn Meter Seilstück, gleichzeitig abzusteigen. Nur wenige Meter am steil abfallenden Gletscher verlor der Hintere der Seilschaft den Halt und kam zu Sturz. 

Schwer verletzt Notruf abgesetzt

Durch das Abgleiten des ersten Bergsteigers wurde auch der zweite Mann mitgerissen und beide stürzten in eine darunterliegende Gletscherspalte. Trotz schwerer Verletzungen konnte einer der beiden noch ein Notruf absetzten. 

Hilfskräfte aus OÖ und der Steiermark

Bergretter aus der Steiermark und Alpinpolizisten aus Oberösterreich begaben sich mit der Dachstein Südwandbahn und zeitgleich mit dem Polizeihubschrauber zum Unfallort.

15 Meter tief in der Gletscherspalte

Die ersten Einsatzkräfte waren nach circa einer Stunde am Unfallort und mussten feststellen, dass sich die zwei Bergsteiger schwer verletzt rund 15 Meter tief in einer nur schwer erreichbaren Gletscherspalte befanden. 

Wind und Nebel machten Hubschrauberrettung unmöglich

Da aufgrund des starken Windes, des Nebels und der bereits einsetzenden Dunkelheit eine Rettung durch einen Notarzthubschrauber nicht möglich war, wurden zur Erstversorgung Bergretter zu den Verunfallten abgeseilt.

Einsatz bis in den frühen Sonntagmorgen

Zeitgleich wurde ein aufwändiger terrestrischer Abtransport durch die Einsatzkräfte vorbereitet. Erst gegen 3 Uhr konnte der letzte Verletzte an einem geeigneten Zwischenlandeplatz an einen nachtflugtauglichen Notarzthubschrauber übergeben werden.


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