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Erfolgreiche Premiere von Schnitzlers "Reigen" bei den Salzkammergut Festwochen Gmunden

Online Redaktion, 25.07.2022 10:06

GMUNDEN. Am 23. Juli feierte die Inszenierung von Arthur Schnitzlers Reigen im Stadttheater Gmunden Premiere. Regisseur Franz-Xaver Mayr und Korbinian Schmidt, der für Bühne und Kostüme verantwortlich zeichnet, haben den Reigen  ins Heute überführt. Wer die Inszenierung live erleben will, hat in Gmunden noch einmal - am Abend des 25. Juli, 19.30 Uhr - Gelegenheit dazu. Im September kommt sie ans Landestheater Niederösterreich.

Sebastian Wendelin, Anna Golde, Dorothee Hartinger, Nikolaus Lessky (Foto: Rudi Gigler)
Sebastian Wendelin, Anna Golde, Dorothee Hartinger, Nikolaus Lessky (Foto: Rudi Gigler)

Das Publikum im vollbesetzten Haus war von der mutigen Inszenierung und den herausragenden Schauspieler begeistert: „So etwas hat Gmunden noch nicht gesehen“, „mit Arthur Schnitzlers Partner-wechsle-dich-Spiel in Franz-Xaver Mayrs Regie katapultiert sich der Gmundner Theatersommer unter der neuen Leitung von Ex-Burgtheater-Chefin Karin Bergmann auf Anhieb in die Oberliga der Sommerfrischetheater“, „die Dialoge funkeln so frisch, dass man nach jedem zweiten Satz seinen Hut ziehen möchte vor Begeisterung“.

Spürbar bilden die Schauspieler eine Gemeinschaft, wo jeder auf jede hört, alle miteinander spielen und solistische Höchstleistungen von den Kolleg*innen mitgetragen werden. Insbesondere Tim Breyvogel als junger Herr und Graf und Sebastian Wendelin als Soldat und Ehemann brillieren in Schnitzlers brillanten Dialogen. Dorothee Hartinger verkörpert als Schauspielerin die einzige Frauenfigur, die mehr Macht hat als ihre Partner. Vorbild war Schnitzlers Geliebte, die Burgschauspielerin Adele Sandrock. Der Sexualakt ist abstrahiert, in unterschiedlicher Konstellation wird ächzend und zitternd Aufbau und schließlich Lösung der Erregung gemimt, (meist) angekleidet. Als Hartinger Breyvogel auf den Mund küsst, wirkt das sehr stark, weil es bis zu diesem Moment keine erotischen körperlichen Berührungen gegeben hat. Augenblicklich spürt man die Intensität des Augenblicks, wo Körper sich berühren.

Inszenierung: Franz-Xaver Mayr

Bühnenbild & Kostüme: Korbinian Schmidt

Dramaturgie: Julia Engelmayer, Hans Mrak | Musik: Luiza Schulz Vazquez

Mit: Tim Breyvogel, Marthe Lola Deutschmann, Patricia Falk, Anna Golde, Jonas Graber, Dorothee Hartinger, Nikolaus Lessky, Riccardo Pallotta, Elisa Plüss, Luisa Schwab, Helena Vogel, Nora Wahl, Sebastian Wendelin

Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit dem Landestheater NÖ in Zusammenarbeit mit der MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Ab 17. September 2022 ist der Reigen dann im Landestheater Niederösterreich zu sehen.


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