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GMUNDEN. Die Galerie 422 Margund Lössl zeigt ab Samstag, 20. August 2022 einen bisher noch nie öffentlich präsentierten Werkzyklus von Gunter Damisch (1958-2016) und lädt mit einer kunsthistorischen Einführung von Mag. Dr. Peter Assmann, Direktor der Tiroler Landesmuseen ab 11 Uhr zur Eröffnung ein.

Gunter Damisch, Bild 2093 (Foto: Reklame Kontor Franc e.U)
Gunter Damisch, Bild 2093 (Foto: Reklame Kontor Franc e.U)

im Zentrum der diesjährigen Personale von Gunter Damisch steht das Trägermaterial Aluminium. Die „Alubilder“, wie sie der 1958 in Steyr geborenen Künstlers nannte, entstanden im Zeitraum von 2000-2008. Der außergewöhnliche Werkstoff ermöglicht aufgrund der Materialbeschaffenheit neue Einblicke in das farben- und formengewaltige Oeuvre des 2016 verstorbenen Künstlers.

Der zahlen- und formatmäßig beschränkte Werkblock der Alubondarbeiten ist von einer unglaublichen Leuchtkraft und farblichen Intensität gekennzeichnet. Der stete Versuch von Gunter Damisch, das Pendeln zwischen malerischen und zeichnerischen Elementen in Einklang zu bringen, tritt bei diesen Arbeiten symbiotisch in Erscheinung. Bedingt durch das Trägermaterial erfährt die Auflösung seines gegenständlichen Vokabulars zugunsten der Abstraktion eine spezielle und einzigartige Qualität.

Neben expressiver Malerei werden Drucke auf Aluminiumplatten, die als Vorreiter der späteren Unikatdrucke gelten, gezeigt. Abgerundet wird die Schau, die erneut Einblick in das umfangreiche Oeuvre des in den 1980er-Jahren im Rahmen der Neuen Wilden bekannt gewordenen Künstlers gibt, durch Aluminiumskulpturen. Mythologische Zeichen, paradiesische Landschaften, Traumgebilde, Fabelwesen, Schlangenlinien, amöbenartige Wesen und flimmernde Galaxien bevölkern auch diese Werke. Begriffe wie Steher, Flämmler, Welt, Wege, die unweigerlich mit dem Oeuvre von Damisch verbunden sind, sind umgehend präsent und lassen nicht nur durch ihre Titel in phantasievolle und variantenreiche Bilderzählungen eintauchen.

Die Zusammenstellung der Schau erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Maria Damisch und unterstreicht die Lust am Experimentieren, die das Schaffen des Künstlers prägte. Begleitend erscheint zur Ausstellung ein von Maria Damisch herausgegebener Katalog.


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