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BAD ISCHL. Eine Ausstellung in der Kaiservilla beschäftigt sich derzeit mit dem „Kaiserlichen Weihnachten“. Diese ist noch bis 6. Jänner zu sehen.

Eine Zeitungsillustration aus dem Jahr 1916 (Foto: Kaiservilla)
Eine Zeitungsillustration aus dem Jahr 1916 (Foto: Kaiservilla)

Wie einst in den Kaiserfamilien und Adelshäusern Weihnachten gefeiert wurde und welche Bräuche und Schmuckstücke es gab, damit beschäftigt sich die Ausstellung „Kaiserliche Weihnachten“ in der Kaiservilla.

Der Christbaum gilt heute für viele als unentbehrlicher Bestandteil des Weihnachtsfestes. Kaum jemand weiß, dass die Familie Habsburg-Lothringen dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Die Gattin Erzherzog Karls, Henriette von Nassau-Weilburg, brachte den norddeutschen und protestantischen Brauch an den Wiener Hof. So erstrahlte zu Weihnachten 1816 erstmals ein Christbaum für die kaiserliche Familie. Kaiser Franz I. übernahm den Brauch in die Hofburg und von da an verbreitete sich der Christbaum durch das adelige Vorbild auch in den Städten und nach 1900 in ländlichen Regionen Österreichs.

Der erste Christbaum in Oberösterreich wurde im Hause des Freiherrn Anton von Spaun in Linz aufgestellt.

Die Ausstellung in der Kaiservilla wird mit kostbaren Leihgaben aus der Christbaumschmuck-Sammlung von Ulrike Eberhart aus Graz bereichert. Das Weihnachtsfest der kaiserlichen, tief religiösen Familie war geprägt von überlieferten Traditionen, Gebeten und einem gemeinsamen Mahl.

„Kaiserliche Weihnachten“
Bad Ischl, Kaiservilla
Ausstellung bis 6. Jänner 2023
Adventwochenenden und Weihnachtsferien: täglich 10 bis 16 Uhr

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