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GMUNDEN. Die Bürgerspitalkirche feiert heuer ihr tausendjähriges Bestehen. Anlass genug für Ingrid Spitzbart und Johannes Weidinger vom K-Hof Kammerhofmuseum Gmunden, der Geschichte dieses Bauwerks in einer umfangreichen Broschüre nachzugehen.

 (Foto: K-Hof Kammerhofmuseum)
(Foto: K-Hof Kammerhofmuseum)

Museumsdirektor Johannes Weidinger und seine Vorgängerin Ingrid Spitzbart brachten in akribischen Recherchen zunächst das wahre Alter der Bürgerspitalkirche ans Licht: Nicht nur der Wiederaufbau nach verheerenden Stadtbränden um 1330 ist nunmehr verbrieft, sondern das ursprüngliche Baujahr 1023. Sie entdeckten aber auch, dass sich die im Jahr 1450 für die Bürgerspitalkirche gegossenen Glocken noch heute in Gmunden befinden: Sie wurden 1890 in die Friedhofskapelle übertragen und konnten dort die beiden Weltkriege überdauern. Auch ihre im Jahr 1920 gegossene Nachfolgerin blieb vom Kriegs-Zugriff verschont – vielleicht, weil sie nur schwer über den Dachboden des K-Hof Museums zugänglich ist.

Spannend ist auch die Geschichte der Turmuhr, die bis heute einen langen Stunden- und einen kurzen Minutenzeiger aufweist. Der Grund für dieses Kuriosum: Der Minutenzeiger wurde dem im 17. Jahrhundert entstandenen Ziffernblatt mit dem langen Stundenzeiger erst später hinzugefügt und blieb als Besonderheit erhalten.

Ab 20. Mai erhältlich

Erstmals erhältlich ist die Broschüre „Das Gotteshaus am Ausfluss der Traun“ voraussichtlich am Samstag, 20. Mai, 10 Uhr beim Festgottesdienst mit dem Gmundner Kammerchor in der Bürgerspitalkirche. Weitere Veranstaltungen in der Kirche: Maiandacht am Mittwoch, 3. Mai, 19.30 Uhr mit dem Chor der Jungen Herzen, Lange Nacht der Kirchen am Freitag, 2. Juni, 19 Uhr mit dem Gmundner Stadtchor und Tag des Denkmals am Sonntag, 24. September, 10 Uhr mit dem Doppelquartett Edelweiß. Es gibt in der Kirche nur maximal 60 Sitzplätze, eine Platzreservierung im K-Hof Museum ist notwendig.


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