Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

TRAUNKIRCHEN. Erstmals in der Geschichte der Kunst wird es an drei Orten gleichzeitig zur Geburtsstunde des Skurrealismus kommen. Die Villa Pantschoulidzeff in Traunkirchen - kurzerhand in die Villa Karbach umbenannt - das  ehemalige Werksgelände im Steinbruch Karbach am Ostufer und der Ortsplatz in Traunkirchen werden zum gemeinsamen Schauplatz einer entdeckungsfreudigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst.

  1 / 15   In der Villa Karbach gibt es bis Ende September eine Ausstellung mit zeitgenössischer internationaler Kunst. (Foto: Hörmandinger)

Die Schau vereint 100 eigenwillige Werke von 16 Mitwirkenden unterschiedlicher Herkunft und Disziplinen. Darunter befinden sich unten anderem die österreichischen Künstlergruppe „Berg“ bestehend aus Clemens Bauder, Felix Ganzer und Ella Raidel, der US-Amerikaner Jonas Burkhalter und die Schweizerin Barbara Signer. Die thematische Gruppenausstellung wird von Paolo Bianchi und Martin Sturm kuratiert, die gemeinsam bereits den Höhenrausch in Linz verantwortet haben. Die Ausstellung zeigt, wo Reales und Skurriles sich begegnen, wo der Skurrealimus in die Welt kommt. Diese Wortschöpfung stammt vom Ebenseer Schriftsteller Walter Pilar (1948–2018), dem Urheber des Kunstprojekts. 

Oberhalb des Klosterplatzes in Traunkirchen wurde um 1850 eine Villa für eine georgisch-russische Fürstentochter erbaut, die zum Treffpunkt für Musiker und Schriftsteller wurde. I Rahmen der Ausstellung gibt es Herz-Performances, Wurzelwelten, schlafende Pottwale, Glöcklerkappen, eine endlose Halskette und vieles mehr zu sehen.

 Anreise mit dem Boot

Die Überfuhr zum Steinbruch Karbach erfolgt mit dem Boot. Hier wurde von 1890 bis 2016 hochwertiger weißer Kalkstein abgebaut, der Berg so quasi über den See transportiert und in Ebensee zu Soda verarbeitet. Die Besucher treffen auf künstlerische Interventionen, etwa auf ein alchimistisches Labor, auf eine Klangaufführung mit singenden Steinen („Rolling Stones“), auf das Alpenglühen unter Tage und auf die Symbiose von Natur, Kunst und Industriekultur. 

Die Ausstellung geht noch bis Ende September.  


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden