Die Altmünsterer Künstlerin Angelika Toma thematisiert Gewalt und Selbstbestimmung
ALTMÜNSTER. Mit dem künstlerischen Statement „Die Frau als Mutter der Erde“ bezieht die Künstlerin und Schriftstellerin Angelika Toma Stellung gegen Gewalt an Frauen und patriarchale Machtstrukturen. In Text und Bild beschreibt sie die Frau als Ursprung des Lebens, als Schutzraum und als Kraft des Überlebens und stellt diese Perspektive einer gesellschaftlichen Realität gegenüber, in der Gewalt und Ungleichheit weiterhin präsent sind.

Toma verweigert sich der Normalisierung von Gewalt angesichts von Femiziden und struktureller Benachteiligung. Selbstbestimmung, Bildung und Gleichberechtigung seien keine Privilegien, sondern grundlegende Voraussetzungen für eine gerechte Gesellschaft. Die bewusste Rückeroberung weiblicher Kraft versteht sie als Akt des Widerstands gegen bestehende Machtverhältnisse.
Historische Errungenschaften und Verantwortung
Errungenschaften wie das Frauenwahlrecht und feministische Bewegungen hätten Frauen eine Stimme gegeben. Diese Stimme fordere Verantwortung und Konsequenz ein. Eine gemeinsame Zukunft von Frau und Mann könne nur auf Respekt und Gegenseitigkeit beruhen, nicht auf Dominanz und Machtmissbrauch.
Mutterschaft als persönliche Entscheidung
Besonders deutlich äußert sich Toma zur Frage der Mutterschaft. Diese sei existenziell für die Menschheit. Ebenso legitim sei jedoch die Entscheidung, keine Kinder in eine von Krieg und Zerstörung geprägte Welt zu setzen. Ihr Fazit lautet, dass weibliche Solidarität und Selbstachtung politische Kräfte seien und eine Grundlage für eine gerechtere und lebenswerte Zukunft bildeten.
Begleitend zu dem künstlerischen Statement findet am Sonntag, 8. März, um 11 Uhr eine Ausstellung mit Lesung im atelier22 am Gmundnerberg, Tannachweg 8, in Altmünster statt. Geplant ist ein Diskussionsvormittag mit anschließendem Brunch. Die Gastgeber bitten um Anmeldung per E-Mail unter info@atelier22.net.


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