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„StadtRegioTram“-Klausur bringt noch mehr Info-Möglichkeiten für die Gmundner

Hans Promberger, 02.03.2015 19:00

GMUNDEN. Heiße Diskussionen in der Öffentlichkeit, technische Herausforderungen und Einsprüche beim Landesverwaltungsgericht machten eine Klausur hinsichtlich „StadtRegioTram“ nötig. Sieben Stunden lang diskutierten Vertreter von Stadtgemeinde, Landesregierung, Wirtschaft, Projektbetreiber, Anrainer und Kritiker über die nächste Bauphase.

Günther Neumann (Stern & Hafferl), Bürgermeister Stefan Krapf und Mobilitäts-Stadtrat Wolfgang Sageder sind mit den Klausur-Ergebnissen zufrieden..
„Es war ein Schritt in die richtige Richtung“, resümiert Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP). 40 Fragen hatte alleine der Fragenkatalog umfasst, den die lokalen Wirtschaftsvertreter den Klausurteilnehmern vorgelegt hatten. „Die politische Entscheidung ist seit langem mit breiter Zustimmung für das Projekt gefallen. Die Wirtschaftsvertreter haben zu Beginn auch klar gemacht, dass man an einer konstruktiven Arbeit und nicht an einer Grundsatzdiskussion interessiert sei“, so Krapf.   Umfassende Arbeitsgruppen für Detailfragen Bei der Klausur kristallisierten sich vier Themenbereiche heraus, die Arbeitsgruppen in den nächsten Monaten detailliert ausarbeiten werden: Verkehr und Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit, Marketingmaßnahmen und Events sowie technische Belange. Die vier Arbeitsgruppen sollen sich nach Bedarf, mindestens aber einmal pro Monat, treffen um Lösungen für offene Fragen zu finden.   Verstärkter Ausbau der Informationsangebote “Der Mangel an Kommunikation führt zu Misstrauen“, begründet Krapf zusätzliche Maßnahmen in der Öffentlichkeitsarbeit. So baut die Stadtgemeinde die Personalressourcen in ihrer Wirtschaftsstelle bis Projektende aus. Die Stadtgemeinde lässt dafür einen sechsstelligen Betrag springen. Zudem will man weitere Marketingmaßnahmen setzen und zusätzliche Events auf die Beine stellen. Externe Profis für Baustellenmanagement sollen engagiert werden. Auf der Homepage der Stadtgemeinde sollen Bürger ihre Fragen deponieren können, eine Service-Hotline soll eingerichtet werden und auf den Baustellen sollen vor Ort einmal pro Woche Ansprechpartner für Fragen bereitstehen. Ziel ist aber nicht nur vordergründig eine positive Stimmung für das Projekt zu schaffen und die Frequenz in der Innenstadt zu halten. Auch die ständige Erreichbarkeit der Geschäfte und Immobilien und eine saubere Baustellenlandschaft soll gewährleistet werden. „Der Graben zwischen Entschluss und Umsetzung soll möglichst schmal gehalten werden“, sagt Krapf. Jetzt gelte es, die nächsten Bauphasen so verträglich, aber auch effizient wie möglich zu  machen, so Stadtrat Wolfgang Sageder (SPÖ). „Wir wollen keinen Stillstand“, vertraut Sageder darauf, dass die Genehmigungen vor dem Landesverwaltungsgericht halten.   Projekt-Stopp würde enormen Schaden verursachen Auch Bürgermeister Krapf kann sich einen von Kritikern geforderten Stopp der Durchbindungsarbeiten nicht vorstellen: „Es gibt bestehende Beschlüsse und Verträge, die einzuhalten sind. Die Entscheidungen für das Projekt stehen auf einer breiten Basis. In der Landesregierung gibt es eine 8:1-Zustimmung, im Gemeinderat haben 32 von 27 Mandataren zugestimmt. „Ein Stopp wäre verantwortungslos und würde eine Schadenssumme bedeuten, die dem gesamten Beitrag Gmundens zum „StadtRegioTram“-Projekt entspricht. „Nur dass es dann keine neue Traunbrücke, keine neuen Gas- und Kanalleitungen in der Innenstadt, keine Neugestaltung des öffentlichen Raumes geben würde und auch die Straßenbahn eingestellt würde“, so Bürgermeister Krapf. Besonderes Augenmerk wird auf die Sicherheit der Häuser entlang der StadtRegioTram-Trasse gelegt. „Die intensive Zusammenarbeit mit Geologen, Statikern und diversen Firmen soll nicht nur die Sicherheit gewährleisten, sondern die Standfestigkeit mit sehr guten technischen Maßnahmen sogar verbessern“, sagt Stern & Hafferl-Geschäftsführer Günther Neumann. Man habe aus der ersten Bauphase gelernt. Einiges, wie die Zusammenarbeit der Fachleute, habe bereits hervorragend geklappt, anderes sei verbesserungsfähig – wie die Zugänglichkeit der Geschäfte für Personen mit Kinderwägen und Senioren sowie die Sauberkeit. „Wir wollen an dem gemessen werden, was wir machen und nicht an dem, was wir nicht machen“, fasst Sageder zusammen.   Folgeklausur im Juni Die nächst große Klausur für alle Arbeitsgruppen wurde für 1. Juni terminisiert.

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