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GMUNDEN. Renate Obermayr -Aignerist eine der wenigen weiblichen Restauratoren in Oberösterreich. Nun gibt die Gmundnerin bei einer Ausstellung im Rahmen des Töpfermarktes im „Atelier am Markt“ einen Einblick in ihr Kunsthandwerk.
 

Renate Obermayr-Aigner mit einem von ihr restaurierten Möbelstück
Renate Obermayr-Aigner mit einem von ihr restaurierten Möbelstück

Schon als Kind hatte sie ihrem Vater bei seinem Hobby – dem Restaurieren alter Möbel – in der Werkstätte begeistert zugeschaut. Diese Faszination hat Obermayr-Aigner ein Leben lang begleitet, aber erst nach der Geburt ihres dritten Kindes hatte sie es gewagt, aus ihrer Leidenschaft auch einen Beruf zu machen. Damals beschloss sie, ihren Job als Bankangestellte aufzugeben und ihrer Berufung zu folgen. „Ich wollte immer etwas aktiv gestalten und etwas ästhetisch Schönes schaffen. Ohne die aktive Unterstützung meines Mannes wäre das nicht gegangen“, sagt Obermayr-Aigner.

Nach dem Abschluss diverser Kurse und Ausbildungen bei Fachleuten und an der HTL Hallstatt restauriert sie seit mittlerweile 17 Jahren Holzmöbel jeglicher Art. Ausgeglichenheit, Geduld und hohe Konzentrationsfähigkeit seien gute Voraussetzungen, um als Restauratorin zu arbeiten: „Man darf sich keinen zeitlichen Druck machen. Viele Arbeitsschritte verlangen insbesondere bei desolaten Möbel viel Ausdauer.“ Für Obermayr-Aigner ist das Restaurieren aber nicht nur Handwerk, sondern auch Kunst: „Nicht umsonst gibt es den Begriff des Kunsthandwerkers.“ Sie ist daher auch Teil des Gmundner Künstlerinnen-Kollektivs „Atelier am Marktplatz“, wo ab 28. August 14 Tage lang einige ihrer restaurierten Werke zu sehen sind. Einen künstlerischen Wunsch für die Zukunft hat die Gmundnerin: Einmal die restaurationsbedürftigen Möbel in der Paulick-Villa des k.u.k.-Hoftischlers Friedrich Paulick in Seewalchen bearbeiten zu dürfen.

Ausstellung:Freitag, 28. 8. bis Samstag, 12. 9.Atelier am Markt, Marktplatz Gmunden; während der üblichen Öffnungszeiten und des Töpfermarktes von 10 bis 18 Uhr


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