Am Wochenende wird Gmunden wieder zur "Stadt der Herzerl"
GMUNDEN. Seit Wochen werden auf Hochdruck Lebkuchenherzen gebacken und verziert: Am 11. März feiert Gmunden den Liebstattsonntag. Bei aller Tradition heuer mit einer kleinen Änderung: Erstmals öffnen am „Gmundner Nationalfeiertag“ die Innenstadtgeschäfte.

Der ganz spezielle Gmundner Brauch des Liebstattsonntags – vor wenigen Jahren zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe erhoben – hat seinen Ursprung im Jahr 1641: Damals bestätigte der Passauer Bischof Leopold Willhelm auf Ersuchen des Gmundner Stadtpfarrers Thomas Mayr die „Corporis-Christi-Bruderschaft“. Diese Bruderschaft hielt jeweils am vierten Fastensonntag ihre Hauptversammlung ab. Dabei wurde das Gelöbnis der brüderlichen Liebe erneuert. Von diesem „Liab b`statten“ (= Liebe bestätigen) wurde im Laufe der Jahre ein „Liebe abstatten“, was am Liebstattsonntag in Form eines Lebkuchenherzes, und natürlich eines Busserls, ausgedrückt wird. Der vierte Fastensonntag hat sich als Termin gehalten.
Geschäfte haben geöffnet
Weil es gesetzlich heuer erstmals möglich ist, werden mehr als zwei Dutzend Gmundner Kaufleute am Liebstattsonntag die Pforten ihrer Geschäfte öffnen – und zwar von 10 bis 17 Uhr.


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