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GMUNDEN/WIEN. Bundesminister Gernot Blümel überreichte im Palais Niederösterreich dem Gmundner Peter Fabjan das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Fabjan setzt sich seit Jahren für den literarischen Nachlass seines Bruders Thomas Bernhard ein.

Peter Fabjan (l.) mit Minister Gernot Blümel bei der Ehrenkreuzübergabe Foto: Regina Aigner/BKA

Die Laudatio hielt Raimund Fellinger, Cheflektor des Suhrkamp und des Insel Verlags sowie langjähriger Bernhard-Lektor und seit 2015 Präsident der Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft. 

Initiator der Thomas-Berhard-Privatstiftung

Zu den Verdiensten Fabjans gehört die 1990 erfolgte Öffnung des Bernhard-Hauses in Ohlsdorf für die Öffentlichkeit. In jüngerer Zeit wurde auch das Bernhard-Haus in Ottnang aufwendig renoviert – es steht nun Stipendiaten offen. Seit 1998 sorgt die von Peter Fabjan initiierte Thomas-Bernhard-Privatstiftung unter anderem für die nationale und internationale Verbreitung der geistigen Hinterlassenschaften von Thomas Bernhard und dessen Großvater Johannes Freumbichler.

Bernhard-Archiv ermöglicht

Zudem ist Fabjan Ehrenpräsident der 1999 gegründeten Internationalen Thomas Bernhard Gesellschaft mit Sitz in Salzburg, die eng mit der Privatstiftung und der Nachlassverwaltung verbunden ist. Über die Stiftung ermöglichte Fabjan im Jahr 2001 die Gründung des – ursprünglich in der Kleinen Villa Toskana beheimateten – Thomas-Bernhard-Archivs. Es diente als Grundlage für die bei Suhrkamp erschienene 22-bändige Werkausgabe Thomas Bernhards, die vom Bundeskanzleramt gefördert wurde.

Dank galt auch Fabjans Frau Anni. Ihr ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Bibliothek des Autors gesichtet und aufgearbeitet wurde. Ein Teil ist im Bernhard-Haus in Ohlsdorf aufgestellt, der Bestand mit Annotationen ist Teil des Nachlasses.


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