"Mein Wahlspruch: Geht nicht, gibt‘s nicht – und alles wird gut!"
GMUNDEN. Vor zwanzig Jahren wurde aus der begeisterten Hochzeitsbesucherin Gabi Socher eine der ersten Hochzeitsplanerinnen Österreichs.

Den Anfang machte ein befreundetes Pärchen, das „nur heiraten wollte, wenn ich ihnen bei der Organisation helfe“. Im Gegenzug überredete sie die beiden Wiener zu einer Feier am Traunsee, „denn in Wien kannte ich mich nicht aus“, erzählt Gabi Socher schmunzelnd.
Marktlücke entdeckt und genützt
Die folgende Recherche erwies sich in Vor-Google-Zeiten als äußerst aufwendig und zeigte vor allem eins: Die über 70 benötigten „Zutaten“ und Mitwirkenden waren überhaupt nicht vernetzt – und es gab niemanden, der Brautpaare in diesem Dschungel unterstützt hätte. Die damalige Sekretärin erkannte die Marktlücke und wurde Hochzeitsplanerin.
Noch vor Jennifer Lopez aktiv
„Auf der WKO wusste man gar nicht, wo man mich zuordnen sollte“, lacht Socher. Erst der Film „Wedding Planner“ mit Jennifer Lopez, der zwei Jahre später in die Kinos kam, machte die Branche bekannt. Im Lauf der Zeit und bei mehr als 500 Hochzeiten hat die 54-Jährige einige Veränderungen bemerkt: „Früher war es meine Aufgabe, die Brautpaare zu ermutigen, ihre Hochzeit ein bisschen anders zu gestalten – heute sind viele durch das Überangebot im Internet etwas überfordert, und ich muss ihnen helfen, herauszufinden, was sie wirklich wollen“, so die Gmundnerin.
Inspiration an den Salzkammergut-Seen
Entspannung und Inspiration holt sich Socher auf Reisen und an den Salzkammergut-Seen: „Ich bin Fisch im Sternzeichen, drum mag ich immer am Wasser sein.“ Unterwegs ist die Mutter eines erwachsenen Sohnes dabei mit ihrem Markenzeichen: Der himmelblaue 2CV Erpel mit 23 PS begleitet sie schon seit ihrem zwanzigsten Lebensjahr.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden