Bei Sanierung Dokumenten-"Schatz" in der Kirchturmkugel entdeckt
GMUNDEN. Risse und Löcher im Kupferblech machen eine Sanierung des Turmhelms der Stadtpfarrkirche notwendig (Tips berichtete). Bei der Abnahme von Kreuz und Kugel von der Turmspitze fanden sich historisch bedeutsame Urkunden.

Die Urkunden waren in einem Eisenrohr verschweißt. Das älteste Schriftstück bezeugt die Errichtung des Turmkreuzes nach der barocken Erhöhung des Turmes im Jahr 1717. Dieses ursprünglich aus weißem Blech gefertigte Kreuz wurde 1846 mit Kupferblech ummantelt und neu gesetzt. Ein heftiger Orkan hat das Kreuz 1881 vom Turm gerissen und es schlug in die Pfarrhofgasse ein. In Folge musste es wieder restauriert und neu gesetzt werden.
Eine weitere Überprüfung konnte nach einem Blitzeinschlag ein erneutes Abstürzen verhindern. So wurde das Turmkreuz 1921 abgenommen, im aufwendigem Verfahren feuervergoldet und am 18. Jänner 1922 neu auf die Turmspitze gesetzt.
Restaurierung nach fast 100 Jahren
„Die damalige Bitte „Möge dieses Kreuz nunmehr länger als bisher die Spitze unseres einzig schönen Kirchturmes schmücken und allen kommenden Geschlechtern vom christlichen Glauben der Bewohner der Stadtpfarre Gmunden künden!“ wurde erhört und nun ist nach fast 100 Jahren eine neue Restaurierung und die damit verbundene Erhaltung für die Nachwelt, notwendig“, so Stadtpfarrer Gerald Geyrhofer.
Kreuz und Kugel in der Kirche ausgestellt
Turmkreuz und Kugel sind derzeit in der Stadtpfarrkirche zu bewundern. Beim Aufstellen rollte noch eine weitere Kapsel mit zwei 20-Kronen-Banknoten von 1913 und Dokumenten heraus. Die feierliche Turmkreuzsteckung erfolgt im Rahmen des Erntedankfestes am Sonntag, 6. Oktober um 10 Uhr.


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