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GMUNDEN. Unabhängig von den derzeit laufenden Strukturüberlegungen in der Diözese Linz wird am 1. Jänner 2020 die Pfarre Gmunden-Ort mit der Stadtpfarre Gmunden zusammengeführt. Gemeinsam gefeiert wird dies am 6. Jänner mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Gmunden. Dieser Lösung gingen mehrmonatige Vorüberlegungen voraus.

Feierlichkeit in der Pfarre Gmunden. Foto: Klemens Fellner
Feierlichkeit in der Pfarre Gmunden. Foto: Klemens Fellner

Nach der Notwendigkeit der Übernahme der Pfarre Altmünster durch Pfarrer Franz Trinkfass im Herbst 2018 und der Unmöglichkeit der Nachbesetzung in Gmunden-Ort wurde versucht, ein Seelsorgeteam zu installieren. Es gab einige Initiativen, um Ehrenamtliche dafür zu gewinnen. So wurde unter anderem ein Schreiben an alle Haushalte verfasst, in dem über den aktuellen Stand informiert und für das Anliegen sensibilisiert wurde. In einer öffentlichen Pfarrgemeinderatssitzung wurde dann auch die Arbeit des benachbarten Seelsorgeteams Traunkirchen vorgestellt. Allerdings konnten nicht genug Ehrenamtliche für Leitungsaufgaben in der Pfarre gefunden werden. Zwar gibt es durchaus Frauen und Männer, die bereit sind, sich ehrenamtlich und mit viel Engagement für bestimmte Angebote einzusetzen, etwa für das regelmäßige Taizé-Gebet. Doch für das Weiterführen einer eigenständigen Pfarre reichten die Ressourcen nicht aus. Nachdem Gmunden-Ort ein Teil von Gmunden ist, der keine eigene „Identität“ abseits der Pfarrgemeinde aufweist, bot das Zusammengehen der beiden Pfarren die Möglichkeit, mutig neue Wege zu beschreiten und Bewährtes weiterzuführen.

Die Fortführung der bewährten Gebets- und Gottesdienstgemeinschaft in Gmunden-Ort ist wichtig und sinnvoll. Die Pfarrkirche „Jesus der Auferstandene“ wird zu einer sogenannten „Filialkirche“. Die Sonntagabend-Messe wird beibehalten, die Schulgottesdienste werden in Gmunden-Ort wie gewohnt gefeiert und auch das monatliche Taizé-Gebet ist gesichert. Für die Serbisch-orthodoxe Gemeinde gibt es ebenfalls keine Änderungen, sie ist weiterhin in der Kirche gerne als Gast gesehen. Die Aufgaben der Pfarrverwaltung werden künftig vom Pfarramt Gmunden und Pfarrer Gerald Geyrhofer wahrgenommen.

Festgottesdienst am 6. Jänner

Am 6. Jänner wird der gemeinsame Weg mit einer Festmesse um 10.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche Gmunden gefeiert. Der 6. Jänner ist gleichzeitig auch der Patroziniumstag der Pfarrkirche, daher der umgangssprachliche Name „Dreikönigskirche“. Das neue Miteinander der beiden Pfarrgemeinden wird durch die Anwesenheit der Pfarrgemeinderäte aus beiden Pfarren und des derzeitigen Pfarrprovisors von Gmunden-Ort, Alois Rockenschaub, sichtbar werden.

Als Symbol wird das neue Pfarrlogo sichtbares Zeichen für die gemeinsame Zukunft sein. Die drei Feierorte (Stadtpfarrkirche, Kapuzinerkirche und Kirche „Jesus der Auferstandene“) sind dann in der Krone des Pfarrlogos von Gmunden.

Pfarrgrenzen zu Altmünster könnten sich noch ändern

Für einige Gebiete im derzeitigen Pfarrgebiet Gmunden-Ort könnte es nach der Zusammenlegung mit Gmunden noch zu kleineren Pfarrgrenzverschiebungen kommen: nämlich bei jenen Bereichen, die in der politischen Gemeinde Altmünster liegen. Die dortige Pfarrbevölkerung hat den Wunsch geäußert, die Möglichkeit zu nutzen und die Pfarrgrenze der politischen Gemeindegrenze anzugleichen. Dies kann sich auch die Pfarre Altmünster sehr gut vorstellen. Es handelt sich dennoch um eine reine „Verwaltungsmaßnahme“, denn selbstverständlich kann jedes Mitglied der Pfarrbevölkerung frei wählen, in welcher Pfarre bzw. Feiergemeinde er/sie seine persönliche Beheimatung findet.

Die Obfrau des Pfarrgemeinderates Gmunden-Ort, Andrea Rockenbauer, blickt jedenfalls zuversichtlich auf den eingeschlagenen Weg: „Wir freuen uns auf das Kennenlernen der Gleichgesinnten in unserer Nachbarpfarre und auf den gemeinsamen Weg in eine neue, etwas „weiter gedachte“ Zukunft, in der wir die Freude am Glauben an Jesus Christus bewahren und stärken können“, sagt Rockenbauer auch im Namen des gesamten Pfarrgemeinderates.

Auch der Pfarrer von Gmunden, Gerald Geyrhofer, ist hoffnungsvoll: „Ich bin nun 20 Jahre priesterlich hier in Gmunden und freue mich über das Zusammenwachsen beider Pfarren. Gerne bin ich Seelsorger für alle und freue mich über eine Vielfalt an kirchlichen Räumen. Somit können wir vielen Menschen Heimat im Glauben sein. Der Fusionierungsprozess war anstrengend und erfolgreich. Nun geht es um die Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Weges der Kirche in Gmunden.“


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