Grausame Tierquälerei am Langbathsee

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(Foto: Marion Hörmandinger)
Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 20.04.2021 15:07 Uhr

EBENSEE. Großes Entsetzen herrscht bei den Tierschützern, als Spazierhänger am Langbathsee Fotos von Kröten mit ausgerissenen Beinen ins Netz stellen.

Seit 2017 organisiert in Ebensee eine Gruppe von rund 20 Ehrenamtlichen die Betreuung des Amphibienzauns am Offensee, um den Kröten und Fröschen eine gefahrlose Laichwanderung zu ermöglichen. Während vor Start der Initiative am Offensee jedes Jahr unzählige Amphibien dem Straßenverkehr zum Opfer fielen, sind die Wanderstrecken am Langbathsee weniger gefährlich, da sie die Landesstraße nicht queren. Durch die wiederholten Wintereinbrüche und die durchgehende Schneedecke am Offensee war es heuer noch nicht möglich, den Amphibienzaun zu errichten. Zum Glück konnten die Naturschützer bisher weder am Offensee noch am Langbathsee tote Kröten oder Frösche auf der Straße finden.

Kröten bei lebendigem Leib die Beine abgerissen

Umso größer war das Entsetzen in Ebensee jedoch, als am vergangenen Wochenende, Fotos von Kröten mit abgetrennten Beinen veröffentlicht wurden, die Spaziergänger am Vorderen Langbathsee gefunden hatten.

Man sollte glauben, dass im 21. Jahrhundert die sogenannte „Tradition“ des „Fröschelns“ längst ausgestorben ist. Leider gibt es aber immer noch Menschen, die sich darüber hinwegsetzen, dass sämtliche in Oberösterreich vorkommende Amphibienarten unter Naturschutz stehen und das Fangen von Fröschen oder Kröten strafbar ist.

Den gefundenen Tieren wurden die Hinterbeine ausgerissen, teilweise lebten die Kröten noch und wurden einem langsamen, qualvollen Tod ausgesetzt. Eine derart grausame Art von Tierquälerei ist nicht nur ein Verstoß gegen das Gesetz, sondern völlig inakzeptabel. Die Bezirkshauptmannschaft Gmunden hat den Fall an die Polizeiinspektion Ebensee weitergeleitet, welche die Ermittlungen durchführt und gegebenenfalls Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten wird.

Je mehr Menschen für das Thema sensibilisiert werden können und in ihrem Umfeld Partei für Kröten und Frösche ergreifen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch die letzten Unbelehrbaren ihr illegales und brutales Hobby endlich sein lassen.

Wahrnehmungen und Hinweise zu dieser grausamen Tierquälerei werden von der Polizeiinspektion Ebensee entgegengenommen.

Kommentare

  1. Tom
    Tom21.04.2021 07:26 Uhr

    Frösche - Sehr geehte Damen und Herren Könnte mir genau so gut vorstellen, dass die armen Kröten von einen von Tierschützern ausgesetzten Fischotter angefressen wurden.In diesem Gebiet wurden schon Fischotter nachgewiesen und wenn man in die Fischleeren Bäche schaut,liegt es auf der Hand ,dass dieser sein unwesen treibt.Vielleicht auch mal daran dencken und nicht die Leute verurteilen. Mfg

  2. Tom
    Tom21.04.2021 07:26 Uhr

    Frösche - Sehr geehte Damen und Herren Könnte mir genau so gut vorstellen, dass die armen Kröten von einen von Tierschützern ausgesetzten Fischotter angefressen wurden.In diesem Gebiet wurden schon Fischotter nachgewiesen und wenn man in die Fischleeren Bäche schaut,liegt es auf der Hand ,dass dieser sein unwesen treibt.Vielleicht auch mal daran dencken und nicht die Leute verurteilen. Mfg

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