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GMUNDEN/BAD ISCHL. Die Ereignisse am Klinikum Kirchdorf veranlassen die OÖ Gesundheitsholding (OÖG), flächendeckend an allen Klinik-Standorten, auch in Gmunden und Bad Ischl, Security einzusetzen, die den Schutz der Mitarbeiter an den Schleusen der Kliniken gewährleisten soll. Zusätzlich werden weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der Belegschaft gesetzt.

Auch die drei Standorte des Klinikum Salzkammergut werden künftig besser geschützt. (Foto: Hörmandinger)

„Wir verurteilen die Übergriffe auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scharf und werden daher jetzt weitere Maßnahmen zu ihrem Schutz treffen. Als Erstmaßnahme werden wir an allen Schleusen unserer Kliniken Security zur Unterstützung und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einsatz bringen. Diese Maßnahme können wir kurzfristig umsetzen. Zusätzlich werden wir weitere Maßnahmen zu ihrem persönlichen Schutz setzen“, sagt Mag. Karl Lehner, Geschäftsführer der OÖ Gesundheitsholding.

Bauliche Maßnahmen werden geprüft

Aus dem Anlassfall heraus (-> zum Bericht) und aufgrund der steigenden Aggressivität und Bedrohungslage werden als zusätzliche Maßnahmen die bestehenden Sicherheitskonzeptionen an den Klinikstandorten hinsichtlich einer Verstärkung geprüft. Darunter fallen baulich-infrastrukturelle Maßnahmen z. B. an den Schleusen, den Portierlogen, an allen Zugängen zu den Kliniken und die generelle Erweiterung der Alarmierungs- und Warnsysteme.

Maßnahmen zum persönlichen Schutz

Ergänzend dazu kommen Maßnahmen zum persönlichen Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie etwa das Zurverfügungstellen von Pfeffersprays oder ähnlichen Verteidigungsmitteln. Verstärkt angeboten werden in diesem Zusammenhang die bereits seit längerem laufenden Schulungsprogramme zur Deeskalation.

Schleusen werden wohl zur Dauereinrichtung

Zudem wird die bisher schon sehr gute Zusammenarbeit mit der Exekutive intensiviert. Die an allen Kliniken der OÖG im Rahmen der COVID-Prävention eingerichteten Schleusen werden zu einer Dauerlösung werden, denn der ungehinderte Zugang zu den Kliniken stellt mittlerweile leider ein großes Bedrohungspotenzial für die Klinik-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter dar.

„Wir bedanken uns abschließend nochmals bei unserem Team im Klinikum in Kirchdorf für das besonnene und engagierte Vorgehen am vergangenen Samstag, durch das ein größerer Personenschaden vermieden werden konnte. Unserer betroffenen Schleusenmitarbeiterin wünschen wir eine rasche Genesung. Wir werden jedenfalls allen in den Vorfall Involvierten auch psychosoziale Erste Hilfe bzw. (Nach-)Betreuung anbieten“, sagt Mag. Dr. Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG.


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