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TRAUNKIRCHEN. Besuch der Noriker Stute Fanni an der Forstfachschule in Traunkirchen.

Noriker Stute Fanni mit Forstarbeitern (Foto: crea-via)
  1 / 2   Noriker Stute Fanni mit Forstarbeitern (Foto: crea-via)

Waldarbeit mit Pferden war bis in die 70er Jahre Alltag. Heute wird das Rücken, also der Transport des gefällten Holzes aus dem Wald mit Rückmaschinen vorgenommen. Bei nicht optimalen Witterungsbedingungen hinterlassen Traktor, Forwarder und Co tiefe Spurrinnen im empfindlichen Waldboden.

Daher besinnt man sich wieder auf Altbewährtes und die Pferderückung erlebt ein Revival.  Johann Lettner und Martin Sommerauer waren mit ihrer Norikerstute Fanni zu Besuch an der Forstfachschule. Im praktischen Unterricht konnten die Schülerinnen und Schüler alles über die Vorteile dieser pfleglichen Rückemethode sowie deren wirtschaftliche Grenzen erfahren und selber mit dem Pferd arbeiten.

Fanni wird mit einem Kumert aufgeschirrt und an einer langen Leine geführt. Das Pferd reagiert auf kurze Befehle wie „Hü“ und „Hott“ allerdings nicht immer, wenn sie die Schüler geben. Die Arbeit mit einem Pferd muss gelernt sein. Herr Lettner hat 5 Jahre investiert und mit dem Tier trainiert, um ihm alle nötigen Befehle beizubringen.

Ganz wichtig bei der Arbeit mit einem Pferd ist, dass es auf Dauer nicht mehr als 20 Prozent seines eigenen Körpergewichts zieht. Dies bedeutet, dass die 800 kg schwere Fanni nicht mehr als ca. 0,3 Festmeter im Lastzug rücken sollte. Noriker sind allerdings imstande kurzfristig Spitzenlasten bis zu 7t zu ziehen.

Das ideale Einsatzgebiet von Pferden sind Erstdurchforstungen. Die geringen Baumdimensionen, die hohe Wendigkeit der Pferde und die bestandsschonende Rückung sind die Gründe, warum die Pferderückung hier meist wirtschaftlicher ist als der Einsatz von Forstmaschinen.

Die Rückearbeit ist für das Pferd sehr anstrengend, daher ist eine ausreichende Futterversorgung über den Tag wichtig. Fanni frisst pro Tag 15 Kilogramm Heu. Nach 4h Arbeit hat das Pferd hat das Pferd eine längere Pause verdient, was die Schüler nicht stört, denn sie haben jetzt auch Hunger.


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