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EBENSEE. Missionar Franz Windischhofer besuchte während seines Heimaturlaubes die Pfarre Ebensee, wo er vor mehr als 40 Jahren als junger Kaplan gewirkt hatte und feierte am vergangenen Wochenende die Gottesdienst in Ebensee und Roith. Er berichtete dabei in den Predigten über seine Missionsarbeit in Peru.

Foto: Hörmandinger
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„Es freut mich, dass 42 Jahre nach meinem Abschied aus Ebensee, noch so viele Menschen Interesse an meiner Arbeit als Missionar in Peru zeigen. Ich danke euch von ganzem Herzen, besonders für eure jahrzehntelange Unterstützung“, begrüßte Franz Windischhofer viele Bekannte und Freunde bei den gemeinsamen Messen.

Der Missionar berichtete über seine Arbeit im Hochland von Arequipa, im Süden Perus

Sein Aufgabengebiet im Andenstaat ist etwa so groß wie das Bundesland Salzburg, liegt auf 4000 bis 5000 Metern Höhe und umfasst neben den Pfarren Callalli, Sibayo, Tisco, Imata und Caylloma, noch mehr als 60 weit abgelegene Dörfer.

Eine Arbeit, die dem Missionar, vor allem wegen der Höhenlage auch körperlich viel abverlangt. Missionar Windischhofer betreut die Orte gemeinsam mit einem peruanischen Priester.

„Peru hat besonders schwer unter der Corona-Pandemie gelitten. Der Andenstaat war das Land mit den meisten Corona-Toten weltweit. Länger als ein Jahr durfte kein Gottesdienst gefeiert werden. Zwei Jahre lang gab es keinen Schulunterricht. Wir hatten große Probleme, unsere Ausspeisung für die ältere Bevölkerung aufrecht zu erhalten. Es war wirklich eine sehr schwere Zeit. Doch wir haben gesehen, dass die Menschen in dieser besonderen Herausforderung näher zusammengerückt sind. Der Glaube an Jesus Christus hat den Leuten Kraft geschenkt und Trost gespendet“, schilderte Padre Franz Windischhofer nicht ohne Emotionen. 

Es hat sich viel getan, viel bewegt

Der gebürtige Mühlviertler hat viel bewegt in den vergangenen 42 Jahren in Peru. Dörfer, die jahrzehntelang keinen Pfarrer hatten, sind heute lebendige Gemeinden und verfügen über funktionierendes Pfarrleben. „Ich habe gute Mitarbeiter in Peru“, berichtet Franz Windischhofer, „und ich hoffe, nein ich bin überzeugt, dass meine Arbeit später einmal, wenn ich wieder nach Oberösterreich zurückkehren werde, von diesen übernommen und erfolgreich fortgeführt wird“, wagt der Missionar auch einen Blick in die Zukunft.

„Ich bin vor 42 Jahren aufgebrochen, um Menschen, denen es schlecht geht, zu helfen. Ohne Euch und ohne eure Unterstützung wäre meine Arbeit nicht möglich gewesen. Ich danke Euch von ganzem Herzen uns sage euch einfach Vergelt`s Gott!“, schloss der Missonar  seine Predigt.

Eine Welt Ebensee unterstützt den Missionar in Peru

Die Aktionsgruppe „Eine Welt Ebensee“, die heuer ihr 30-jähriges Gründungsjubiläum feiert, unterstützt seit Jahren die Arbeit des Seelsorgers in Peru. Seit 1996 fördert die Selbstbesteuerung-Gruppe die Missionstätigkeit des ehemaligen Ebenseer Kaplans. So werden zum Beispiel Studenten, die aus ärmlichen Verhältnissen kommen, bei Studiengebühren, Zimmermiete oder Anschaffung von Lernmaterial unterstützt. Das Projekt „Comedor“ von Franz Windischhofer, ermöglicht Schulkindern, Jugendlichen und alten Menschen in Callalli täglich eine warme Mahlzeit.

Nach dem Gottesdienst kam es zur Begegnung von langjährigen Unterstützern und Wegbegleitern von Franz Windischhofer mit dem Heimaturlauber. Am 14. Juli kehrt der Padre Franz nach Peru zurück.


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