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GMUNDEN. Inflation, Ängste vor steigenden Energiepreisen, aber auch persönliche Notsituationen: Die Bewältigung der täglichen Ausgaben ist für viele schwieriger geworden. „Wir helfen gern, leider gibt es aber bei vielen eine Hemmschwelle beim Besuch im Sozialmarkt“, bedauert Walpurga Hackmair.

Obfrau Walpurga Hackmair und Flohmarkt-Leiterin Johanna Harringer (Foto: Tóth)
  1 / 2   Obfrau Walpurga Hackmair und Flohmarkt-Leiterin Johanna Harringer (Foto: Tóth)

Walpurga Hackmair ist Obfrau des Vereins für Mitmenschen mit geringerem Einkommen. Gemeinsam mit rund 70 ehrenamtlichen Mitarbeitern führt sie den Sozialmarkt in Gmunden. Rund 500 Kunden aus dem gesamten Norden des Bezirks kaufen regelmäßig hier ein.

Für viele ist die finanzielle Lage in den letzten Monaten noch schwieriger geworden: „Der Preisanstieg bei den Lebensmitteln, Hygieneartikeln und den meisten Artikeln des täglichen Bedarfs führt zu einer Inflation in Ausmaßen, an die sich nur die älteren Mitmenschen erinnern können“, so die Mitarbeiter des Sozialmarktes. Der Einkauf im Sozialmarkt mit wesentlich günstigeren Preisen ist hier für viele eine große Hilfe. „Für 40 Euro – das ist die Grenze – bekommt man bei uns wirklich viel“, betont Walpurga Hackmair.

Der Einkauf im Sozialmarkt ist einmal wöchentlich möglich. Notwendig ist dazu ein Einkaufsausweis ausgestellt vom Sozialamt der Wohngemeinde. Die Nettoeinkommensgrenze liegt bei 1.100 Euro monatlich für Alleinstehende und 1.500 Euro für Ehepaare. Pro Kind kommen 250 Euro dazu, Kinderbeihilfe, Pflegegeld und Wohnbeihilfe werden bei der Bemessungsgrenze nicht berücksichtigt. Um Missbrauch vorzubeugen, wird auch ein Lichtbildausweis und ein Foto benötigt.

Eines ist Walpurga Hackmair ein besonderes Anliegen: „Oft hört man, dass in den Sozialmärkten die Regale leer sind und es kaum etwas gibt. Das ist bei uns nicht der Fall. Wir haben glücklicherweise 13 Lebensmittelgeschäfte, die uns regelmäßig Waren überlassen Wir erhalten Firmenspenden und auch viele Privatpersonen bringen uns zum Beispiel ihre große Zucchini-Ernte oder im Herbst auch Äpfel“, erzählt Hackmair.

Nicht gewinnorientiert

Auch für den hauseigenen Flohmarkt erhält das Team immer wieder Kleidungsstücke und Haushaltsartikel von Geschäften, aber auch von privaten Spendern. „Wir nehmen alles – wenn es gut ist“, stellen Walpurga Hackmair und Flohmarkt-Leiterin Johanna Harringer klar. Wer Dinge bringen möchte, wird aber gebeten, vorab zu den Öffnungszeiten anzurufen oder sich mit dem Team abzusprechen (für den Flohmarkt bitte Kontaktaufnahme am Mittwoch).

Da der Verein nicht gewinnorientiert arbeitet, werden mit den Einnahmen und großzügigen Spenden Grundnahrungsmittel wie Zucker, Mehl oder Nudeln gekauft. Diese werden selten gespendet und können so ebenfalls zu stark reduzierten Preisen weitergegeben werden. „Um Hamsterkäufe zu vermeiden, geben wir diese Waren aber nur in haushaltsüblichen Mengen ab“, so Harringer.

Sozialmarkt Gmunden Bahnhofstraße 47, GmundenTel.: 0664/4177095 Öffnungszeiten: Mo., Mi., und Fr., jeweils von 14 bis 17 Uhr


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