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ST. WOLFGANG. Bei einem Ausflug auf die Leonsbergalm in St. Wolfgang mit Ortsbauernobmann Josef Eisl und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (VP), standen die Almen und deren Bewirtschaftung im Mittelpunkt.

Ortbauernobmann Josef Eisl zählt zu den Eigentümern der Leonsbergalm. (Foto: Wimmer)
  1 / 3   Ortbauernobmann Josef Eisl zählt zu den Eigentümern der Leonsbergalm. (Foto: Wimmer)

„Unsere Almen sind artenreich und sehenswert. Damit das so bleibt, braucht es die Bewirtschaftung durch unsere Bäuerinnen und Bauern“, stellt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (VP) klar. Mit mehr als 400 Almen und insgesamt 36.500 Hektar offener Almfläche „kann sich Oberösterreich glücklich schätzen“, so einen „wunderschönen Erholungsraum direkt vor unserer Haustür“ zu haben.  

Agrargemeinschaft aus 13 Eigentümern

Eine Agrargemeinschaft aus 13 landwirtschaftlichen Betrieben kümmert sich um die 220 Hektar Fläche der Leonsbergalm im Salzkammergut. Josef Eisl, Obmann der St. Wolfganger Ortsbauern, erzählt von der Geschichte der Alm: Im Jahr 1603 erstmals erwähnt, war die Leonsbergalm bis ins frühe 20. Jahrhundert im Besitz des Klosters Mondsee. 1911 verkaufte es schließlich an 13 landwirtschaftliche Betriebe: die Geburtsstunde der Agrargemeinschaft. Gemeinsam bewirtschaften die Eigentümer die Almen und pflegen das einzigartige Naturjuwel. Gerade genießen 167 junge Kühe die sommerliche Ruhe auf der Hochalm, die auf etwa 1400 Metern Seehöhe liegt.

Keine Bewirtschaftung auf der Alm

Im Jahr 2001 sei die Alm durch Fortstraßen mit dem Tal erschlossen worden, erzählt Eisl. Dadurch entstandene freilich Debatten darüber, ob die Almen bewirtschaftet werden sollten – was sie bis heute nicht sind. Die Almen sind sozusagen das Gegenstück zum Tourismus im Tal, alleine St. Wolfgang verzeichnete laut dem Land OÖ 2022 rund 370.000 Nächtigungen. „Wanderer können jederzeit auf die Leonsbergalm kommen und nehmen sich ihre Jause selbst mit“, so Eisl. Die Forstraße dürfen ausschließlich Berechtigte nutzen – Radfahren ist ebenso verboten.

Respekt vor der Natur und dem Weidevieh haben

Dass es Leute braucht, die die Almen bewirtschaften, sei der Bevölkerung oftmals nicht (mehr) bewusst, betont Johann Feßl, Obmann des OÖ. Almvereins und Bürgermeister der Gemeinde Edlbach im Bezirk Kirchdorf. Durch verschiedene Kampagnen versucht der Almverein das Verständnis der Bevölkerung wie auch von den Touristen zu holen, was seiner Meinung nach bisher gut gelungen sei. „Wir müssen den Respekt vor der Natur und dem Weidevieh in den Vordergrund stellen“, stellt Feßl klar und ergänzt, dass Almen einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen haben, dessen Erhalt „viel Wissen, Engagement und vor allem harte Arbeit der Almbewirtschafter“ erfordere.


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