Feuerwehren übten in Abbruchhaus realitätsnah mit Feuer und Rauch
ALTMÜNSTER. Ob ein brennendes Haus oder „nur“ ein Zimmerbrand: In vielen Fällen kommen Atemschutztrupps zum Einsatz. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, solche Szenarien immer wieder zu üben und zu trainieren. In einem Abbruchhaus stellten sich 20 Trupps aus Altmünster und Umgebung erfolgreich dem Training. Auch ein Trupp aus Niederösterreich war dabei: Drei Mann aus der Stadt Ebenfurth reisten eigens für die Ausbildungsveranstaltung an.

Die Heißausbildung in der Feuerwehr ist ein wesentlicher Bestandteil der Einsatzvorbereitung. Sie ermöglicht es den Feuerwehrleuten, unter realistischen Bedingungen den Umgang mit hohen Temperaturen und Rauchentwicklung zu trainieren. Dabei werden verschiedene Szenarien simuliert, um die richtigen Handgriffe im Ernstfall zu beherrschen. Die Sicherheit steht stets im Vordergrund, da der Umgang mit Hitze und Rauch besondere Herausforderungen birgt. Die Heißausbildung verbessert die Teamkoordination, das Verständnis für Brandverhalten und die Fähigkeit, unter Druck ruhig und besonnen zu agieren.
Realitätsnahe Übung mit Feuer und Rauch
Die Trupps mussten in diesem realistischem Training zuerst in den Keller, dort wurde in einem Raum mit brennendem Material so richtig eingeheizt, dies dient dazu, den Körper an hohe Temperaturen und Rauch zu gewöhnen. Nach etwa 10 Minuten ging es in den ersten Stock, wo vorgegebene Aufgaben zu erfüllen waren – natürlich mit realistischen Bedingungen. Nach etwa 17 Minuten kamen die Trupps erschöpft zurück und konnten nach kurzen und hilfreichen Reaktionen/Kommentaren der begleitenden Ausbildner den Einsatz beenden.
Der Kommentar eines Teilnehmers: „Gewaltig, was die Feuerwehr Altmünster auf die Beine gestellt hat, eines der besten Übungsparcours, die es gibt!“
Feuerwehr Altmünster hielt das Feuer unter Kontrolle
Dadurch, dass mit echtem Feuer trainiert wurde, musste die Fassade immer wieder gekühlt werden. Aber im ersten Stock, kam es durch die starke Hitze immer wieder zur Brandverschleppung in den Dachboden. Die Feuerwehr Altmünster war mit der Teleskopmastbühne bereit, um genau dies sofort bekämpfen zu können, man wollte das Haus ja nicht „heiß abtragen“. Aus diesem Grund war auch Lukas Traxl aus Ebensee mit dem Drill X vor Ort, um sofort eingreifen zu können. Dies war auch notwendig, denn um die Mittagszeit kam es zur Durchzündung in den Dachstuhl. Mit dem Drill X, ein mit Wasser angetriebener Bohrer, der in die Dachhaut eindringt und im Dachboden einen Wassernebel verteilt kann ein weiteres Ausbreiten der Feuersbrunst verhindert werden.
Ein spektakulärer Ausbildungstag, der ohne der Zusammenarbeit von Mannschaft, Kameraden und Gästen nicht funktionieren könnte. „Einer Wiederholung steht nichts im Wege!“, so der Veranstalter und Organisator Markus Gruber.


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