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Online Redaktion, 14.12.2023 18:00

EBENSEE. Ein Nachruf auf den Ebenseer Anton Ully, der am Montag, 27. November, im Kreise seiner Lieben nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb.

Ein Nachruf auf den Ebenseer Anton Ully (Foto: Hörmandinger)
Ein Nachruf auf den Ebenseer Anton Ully (Foto: Hörmandinger)

Am Montag, 4. Dezember, versammelten sich zahlreiche Trauergäste in der Pfarrkirche Ebensee, um Abschied von Anton Ully zu nehmen. Der ehemalige Gendarmeriebeamte, Alpingendarm und Leiter der Alpinen Einsatzgruppe des Bezirkes Gmunden, verstarb am Montag, 27. November, im Kreise seiner Lieben nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren.

Der Trauergottesdienst für Anton Ully zog Familie, Verwandte, Bekannte, Freunde und Weggefährten an, um einem besonderen Menschen die letzte Ehre zu erweisen. Ully verkörperte Eigenschaften wie Handschlagqualität, Fleiß, Verlässlichkeit, Ehrgeiz, Frohsinn und Herzlichkeit. Ob im Privatleben, im Beruf oder in Vereinen - „Toni“ war allseits geschätzt und beliebt.

Talentierter Skifahrer, geliebter Ehemann und Vater

Geboren 1936 in Weyer an der Enns als drittes von sechs Kindern, erlernte Anton Ully das Handwerk des Wachsziehers. Schon in jungen Jahren zeigte er sich als talentierter Skifahrer und gewann zahlreiche Rennen. Sein skifahrerisches Können führte ihn später zum Gendarmerieposten Ebensee, wo er 1962 seiner Gattin Franziska begegnete, die er 1965 heiratete. Zwei Kinder komplettierten das Familienglück.

Beruflich entwickelte sich Anton Ully ebenfalls stetig weiter. Er wurde staatlich geprüfter Skilehrer und Bergführer sowie einer der ersten Flugretter. 1974 übernahm er die Leitung der Alpinen Einsatzgruppe des Bezirkes Gmunden, wo er vielen Menschen half und Leben rettete. Sein Engagement brachte ihm zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter das Verdienstzeichen des Landes OÖ. sowie die seltene „Goldene Medaille am Roten Bande für Verdienste um die Republik Österreich“ - Auszeichnungen, über die er bescheiden schwieg.

Auch im Ruhestand aktiv

Auch nach seinem wohlverdienten Ruhestand im Jahr 1997 blieb Anton Ully aktiv. Mit seiner Familie verbrachte er viel Zeit auf den geliebten Bergen. Er organisierte das erste Nostalgie-Skifest am Feuerkogel im Jahr 2000 und gründete die Nostalgie-Skigruppe Feuerkogel, die bis heute unter der Leitung seiner Tochter Silvia steht.

Das Jahr 2010 brachte einen schweren Schicksalsschlag für die Familie Ully, als Sohn Toni jun. bei einem Lawinenunglück in Obertauern verstarb. Trotz des tragischen Verlusts fand die Familie Trost und Zuversicht, getragen von einem Leitsatz, der ihnen half, die Tragödie zu überwinden.

Ully brachte Licht in die Welt

Anton Ully war stets um das Wohl seiner Lieben besorgt. Bis zuletzt galt seine größte Sorge seiner Gattin Franziska. Er wird als liebenswerter, besonderer Mensch in Erinnerung bleiben. Jeder, der ihn kannte, ist dankbar, ein Stück des Weges mit ihm gegangen zu sein.

Anton Ully hat nicht nur als Wachszieher viele Kerzen entzündet, sondern mit seinem Leben, seiner positiven Art, seiner Geselligkeit und Menschlichkeit auch Licht in die Welt gebracht.

Ruhe in Frieden.

von Reinhard Hörmandinger


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