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SALZKAMMERGUT/ BEZIRK. Der Dezember 2023 fiel mit einer mittleren Temperatur von 3,6 Grad deutlich wärmer aus als das langjährige Mittel (1991 – 2020). Der Dezember startete recht winterlich mit zum Teil Rekordschneehöhen für Dezember. Der Rest des ersten meteorologischen Wintermonats war von zahlreichen Westwetterlagen geprägt, wodurch es zu recht hohen Niederschlagsmengen und einigen Sturmlagen kam.

Meteorologe Christian Brandstätter von der Meteo-data GmbH (Foto: Meteo-data)
Meteorologe Christian Brandstätter von der Meteo-data GmbH (Foto: Meteo-data)

Laut Meteo-data begann der Dezember mit einer ungewöhnlich frühen winterlichen Phase mit regional ergiebigen Schneefällen. In Schneehöhe betrug die Schneedecke am 2. Dezember bis 40 Zentimeter, örtlich wurden im Salzkammergut jedoch Schneehöhen um 50 Zentimeter gemessen, was so in den letzten 30 Jahren nicht vorkam. Zwischen dem 3. und 8 Dezember gab es zudem mäßige bis strenge Nachtfröste, vor allem am 4. Dezember wurden Tiefstwerte bis -15 Grad verzeichnet.

Ab dem 10. Dezember dominierten jedoch wieder milde Westwetterlagen, was zu stürmischem und teils recht niederschlagsreichem Wetter führte. In Bad Goisern im Salzkammergut wurde am 22. Dezember eine Niederschlagsmenge von 46 Millimetern gemessen, in St. Wolfgang waren es sogar 50 Millimeter.

Temperatur-Höchstwerte und Sturm

In den letzten 14 Tagen des Dezembers gab es nahezu keinen Luftfrost und an sechs Tagen wurden zweistellige Höchstwerte registriert, am 25. Dezember sogar örtlich bis 15 Grad. Im Rahmen der Westwetterlagen gab es auch zahlreiche Tage mit Sturm. Höhepunkt dabei waren der 21. Dezember mit schweren Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde und der 22. Dezember, wo regional orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde gemessen wurden. Auf dem Feuerkogel wurden extreme Orkanböen bis 190 Kilometer pro Stunde verzeichnet. In Bad Ischl stürmte es mit 89 Kilometer pro Stunde.

Mit durchschnittlich etwa 40 Sonnenstunden wurde das Dezembersoll zu etwa 80 Prozent erfüllt.

Prognose für Jänner 2024

Nachdem das Jahr 2023 eines der mildesten und nassesten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn war, stellt sich nun die Frage, wie es im Jänner 2024 weitergeht. Statistisch gesehen müsste es recht winterlich weitergehen, normal wären 23 Frosttage und Schneehöhen von etwa 30 bis 40 Zentimeter.

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