Donnerstag 6. Juni 2024
KW 23


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Es geschehen noch Wunder: Zwangsversteigerung eines Bauernhofs in St. Wolfgang fürs Erste verhindert

Katharina Wimmer, 24.05.2024 10:27

ST. WOLFGANG. Weil Sabine Hinterberger aus St. Wolfgang den Hof ihrer Eltern weiterbetreiben wollte und somit ihre Schwestern ausbezahlen musste, verschuldete sich die Bäuerin so stark, dass der Hof nun zwangsversteigert werden sollte.

Die Zwangversteigerung von Sabine Hinterbergers Hof in St. Wolfgang konnte verhindert werden. (Foto: Rainer Mirau/Adobe Stock)
Die Zwangversteigerung von Sabine Hinterbergers Hof in St. Wolfgang konnte verhindert werden. (Foto: Rainer Mirau/Adobe Stock)

Seit 1446 in Familienbesitz, bedeutet der Hof der Familie Hinterberger der Tochter Sabine so viel, dass sie ihn nach dem Tod der Eltern weiterführen will. Ihre Schwestern haben andere Zukunftspläne und so muss sie diese ausbezahlen. Ein Vorarlberger Investor bietet Hinterberger einen Ausweg: Er will helfen und leiht ihr das Geld, möchte es aber innerhalb von zwei Jahren zurückbezahlt bekommen. Nachdem Hinterberger die Schulden in Höhe von mittlerweile 470.000 Euro nicht aufbringen konnte, griff der Investor zu drastischen Maßnahmen - nun drohte der St. Wolfgangerin die Zwangsversteigerung.

Spendenaufruf ging viral

So viel zur Vorgeschichte, die vergangene Woche durch einen Servus-TV-Bericht publik wurde. Eine Kärntner Bäuerin eröffnete daraufhin ein Spendenkonto, dessen Aufruf in kürzester Zeit viral ging. Im Aufruf schreibt die Initiatorin Lina Rogy: “Ich habe von Sabines Geschichte gehört & weiß genau, wie sie sich fühlt. Ihr Hof sollte nächste Woche zwangsversteigert werden & ich hoffe auf große Hilfe & ein Wunder für diese fleissige Frau! Lasst uns gemeinsam anpacken! - Damit nicht ein weiterer Generationenhof & eine Bäurin zu Grunde gehen!“

Hof für zumindest drei Monate gesichert

Eine Welle der Hilfsbereitschaft ging durch Österreich und darüber hinaus. Die Zwangsversteigerung am Landesgericht Bad Ischl sollte am Donnerstag, 23. Mai, über die Bühne gehen. Hinterberger konnte der Richterin aber laut Medienberichten eine Bargeldsumme, die über Spenden eingelangt ist, im Wert von 30.000 Euro vorlegen. Aufgrund dessen und der positiven Zukunftsaussichten beantragte der Investor einen Aufschub der Versteigerung - er habe Hinterberger „nie schaden wollen“, aber es habe „etwas passieren müssen“, sagte er in einem Interview. Somit ist der Hof zumindest für die nächsten drei Monate gesichert.

Anonymer Spender will restliche Schulden ausgleichen

Mit Stand Freitag, 24. Mai, sind nun rund 234.000 Euro von mehr als 1.200 Spendern eingelangt. Ein weiteres Wunder geschah offenbar nach dem Gerichtstermin: Laut Rogy habe sich ein Spender gemeldet, der anonym bleiben und den restlichen Betrag ausgleichen will. „Somit wäre Sabine sofort schuldenfrei & auch darüber halten wir euch am Laufenden“, verspricht die Kärntnerin und fügt noch hinzu: „Wir möchten uns noch mals bei ALLEN Menschen bedanken, die uns Unterstützt haben. Ihr ALLE gemeinsam seid Sabines Wunder & es ist einfach der Wahnsinn, was ihr in einer Woche bewegt habt. Ihr habt einer Frau & ihrer Familie so viel geholfen & mein Herz habt ihr zum Funkeln gebracht“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden