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HALLSTATT. Franziska Zimmermann, genannt Fanny, ist in ihrer Heimatgemeinde Hallstatt verstorben. Sie wurde am 18. August 1922 geboren und erreichte ein Alter von 103 Jahren. Seit es Aufzeichnungen gibt, wurde in Hallstatt kein Einwohner älter.

Franziska Zimmermann (Zweite von rechts) mit Andrea Zimmermann, Urenkel Julian, Pflegerin Adriana und ihrem Sohn Jörg (von links) (Foto: Frühauf)

Franziska Zimmermann war die Tochter von Franziska und Maximilian Leimereiner und wuchs mit zwei Schwestern, Helene Fischer und Maria Fasching, in Hallstatt auf. Sie besuchte die damals achtklassige Volksschule im Ort. In jungen Jahren arbeitete sie in der Feinkosthandlung ihrer Mutter am Marktplatz mit. 1939 eröffneten ihre Eltern die Frühstückspension Sarstein. Dort half sie ebenfalls mit. Sie erzählte später, dass damals noch die Schuhe der Gäste geputzt wurden und die Wäsche im See ausgekocht und geschwemmt wurde.

1940 heiratete sie ihren Mann Josef, genannt Joschi, der als Pionier am Ausbau des Oberfelds am Dachstein beteiligt war. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. 1945 wurde Tochter Ruth geboren, 1953 Sohn Jörg und 1957 Sohn Martin. Zur Familie zählen zudem eine Enkeltochter sowie zwei Urenkel.

Engagement im Ort und Gastfreundschaft

Im eigenen Haus in der Gosaumühlstraße bewirtschaftete Franziska Zimmermann über viele Jahre Gästezimmer. Viele Urlauber kehrten regelmäßig zurück. Bekannt war sie für ihren Kaffee, ihre selbst eingekochten Marmeladen und ihre Handarbeiten. Sie strickte unter anderem Stutzen und fertigte Filzpatschen, die im Ort geschätzt wurden.

Auch kirchlich und gesellschaftlich war sie engagiert. Sie gehörte dem ersten Pfarrgemeinderat an, sang im Kirchenchor und war 1959 Glockenpatin. Zudem war sie Mitglied der Goldhaubenfrauen. Über Jahrzehnte besuchte sie regelmäßig die Sauna und die Bücherei. Im Gasthaus ihrer Tochter war sie ebenfalls häufig anzutreffen.

Schwere Schicksalsschläge und letzte Jahre

Der frühe Tod ihres Sohnes Martin, der im Alter von 38 Jahren verstarb, sowie die Krebserkrankung und der Tod ihrer Tochter Ruth bedeuteten schwere Einschnitte. Trotz dieser Verluste galt sie als lebensfroh und humorvoll.

Bis ins hohe Alter blieb sie körperlich selbstständig und benötigte keine Gehhilfe. Später erkrankte sie an Demenz. Sie nahm am Gedächtnistraining der Alzheimerhilfe teil und wurde in der Tagesbetreuung Tandem begleitet. Ihren Lebensabend verbrachte sie im Haus ihres Sohnes Jörg, pensionierter Direktor der höheren technischen Lehranstalt in Hallstatt, und dessen Frau Andrea. In den letzten drei Jahren wurde sie von Mitarbeiterinnen der Volkshilfe sowie von ihrer Pflegerin Adriana betreut.


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