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BEZ. GMUNDEN. Die Feuerwehren des Bezirkes Gmunden wurden im Jahr 2025 zu insgesamt 3.134 Einsätzen gerufen. Rund ein Drittel davon entfielen auf Brandeinsätze, zwei Drittel auf technische Einsätze. Der Rückgang gegenüber den Vorjahren ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Bezirk von keinen größeren Unwettern betroffen wurde. Bei den Einsätzen wurden 78 Tiere und 279 Personen aus Notlagen gerettet.

Voller Einsatz beim Abschnittsbewerb der Feuerwehrjugend. (Foto: BFKDO Gmunden)
  1 / 4   Voller Einsatz beim Abschnittsbewerb der Feuerwehrjugend. (Foto: BFKDO Gmunden)

Zu den größten Einsätzen des Jahres zählte ein Dachstuhlbrand eines Wohngebäudes an der Esplanade in Gmunden am 6. November. Kurz vor Weihnachten kam es in Kirchham in einem Sägewerk zu einem Großbrand, der acht Feuerwehren erforderte. Im Oktober mussten die Einsatzkräfte in St. Wolfgang einen Schadstoffeinsatz bewältigen, nachdem es in einem Hotel zu einem Chlorgasaustritt gekommen war. Unter gasdichten Schutzanzügen der Schutzstufe drei wurden die betroffenen Behälter ins Freie gebracht.

Schwere Verkehrsunfälle und tierische Einsätze

Bei schweren Verkehrsunfällen mussten 39 Personen aus Unfallfahrzeugen befreit werden. Auch tierische Einsätze forderten die Feuerwehren. Besonders erwähnenswert war die Rettung eines Uhus aus einem Kamin in Altmünster. „Wir mussten genau abwägen, wie wir vorgehen, damit das Tier nicht noch mehr Stress oder Verletzungen erleidet. Dank der schnellen Reaktion der Hausbesitzer und der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Tierrettung konnte ein glückliches Ende erreicht werden“, so Kommandant Christian Gruber von der FF Altmünster.

Ausbildung und Übungen

Die Ausbildung der Feuerwehrmitglieder war im vergangenen Jahr ein wichtiger Schwerpunkt. 111 Frauen und Männer schlossen erfolgreich die Grundausbildung ab, was die Schlagkraft der Feuerwehren stärkt. Derzeit sind über 2.900 aktive Feuerwehrmitglieder im Bezirk tätig. Zahlreiche Übungen fanden statt. Eine großangelegte FKAT-Einsatzübung am Feuerkogel in Ebensee simulierte einen Waldbrand auf rund 1.600 Metern Seehöhe. Zahlreiche Feuerwehren, zwei Polizeihubschrauber und die Bergrettung nahmen daran teil.

Leistungsprüfungen

Im Bereich der technischen Hilfeleistung wurden schwere Unfallszenarien mit einem Reisebus in Altmünster und Bad Ischl geübt. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz stand die Rettung und Versorgung vieler Verletzter im Fokus. Die Feuerwehren legten mehr als 40 Leistungsprüfungen in Branddienst und technischer Hilfeleistung ab. Bei diesen Übungen geht es um zügiges, sicheres und fehlerfreies Vorgehen, nicht um Bestzeiten.

Nachwuchsförderung

Die Bewerbsgruppen traten im Sommer beim Abschnittsbewerb in Gschwandt und beim Bezirksbewerb in Jainzen gegeneinander an. Die Jugendfeuerwehren des Bezirkes zählen über 700 Mitglieder. Heuer wurde das 60-Jahr-Jubiläum der Feuerwehrjugend in Oberösterreich gefeiert. 313 Jugendliche nahmen am Wissenstest teil, 25 von ihnen absolvierten das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Gold.

Ehrenamtliches Engagement

Die Mitglieder der Feuerwehren des Bezirkes leisteten 2025 über 397.000 Stunden für Einsätze, Ausbildung, Jugendarbeit und Verwaltung. Damit wird die Sicherheit der Bevölkerung umfassend gewährleistet und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren dauerhaft gesichert.


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