Zitterpartie am Kasberg: Fällt jetzt die endgültige Entscheidung über das Skigebiet?
SALZKAMMERGUT. Im „ned zwida“-Podcast spricht Bergbahn-Chef Fritz Drack Klartext über das drohende Aus des Kasbergs und fordert die Politik zum Handeln auf.

Es geht um weit mehr als nur ein paar Abfahrten im Schnee. Der Kasberg ist die Seele des Almtals, der Trainingsplatz für unsere Kinder und der Motor für die gesamte Region. Doch über dem idyllischen Skigebiet hängen dunkle Wolken.
Im Salzkammergut-Podcast „ned zwida“ bringen die Moderatoren Peter Zeitlhofer und Robert Steiner jetzt Licht ins Dunkel – und die Fakten haben es in sich. Zu Gast: Fritz Drack, Geschäftsführer der Almtal-Bergbahnen, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Lage ist brisant, denn die Ungewissheit zermürbt Mitarbeiter und Betriebe gleichermaßen.
Millionen-Schock und politische Hängepartie
Die Zahlen, die im Podcast auf den Tisch kommen, lassen aufhorchen. Es geht um Investitionssummen, die schwindlig machen. Peter Zeitlhofer spricht offen aus, was viele denken: „Da stehen 11 bis 15 Millionen im Raum, dann 33 Millionen – und langfristig sogar 70 Millionen. Das wirkt für viele wie ein Boden ohne Ende.“
Eine Summe, die nach einer klaren Ansage verlangt. Fritz Drack lässt keinen Zweifel daran, dass das Abwarten der Landesregierung brandgefährlich ist. „Wir brauchen jetzt eine klare Entscheidung der Landesregierung – auch für unsere Mitarbeitenden. Sie müssen wissen, ob sie hier langfristig planen können und ob ihr Arbeitsplatz Zukunft hat“, so die deutliche Forderung des Bergbahn-Chefs.
Ohne den Kasberg fehlt das Fundament
Warum ist der Erhalt so wichtig? Der Kasberg fungiert als „Nahversorger“ für den Wintersport-Nachwuchs. Ohne die kleinen Lifte vor der Haustür stirbt die Skination von morgen. Drack warnt: „Große Skigebiete brauchen kleine Skigebiete – denn dort beginnen Kinder und Familien überhaupt erst mit dem Skifahren.“
Es ist ein flammendes Plädoyer für die Regionalentwicklung. Stirbt der Kasberg, leiden Gastronomie, Handel und das Vereinsleben im gesamten Salzkammergut. Die Botschaft des Podcasts ist klar: Ein „Weiter so“ im Ungewissen darf es nicht geben. Entweder kommt das politische „Ja“ mit einem echten Investitionsplan – oder ein ehrliches „Nein“, das dann aber die Verantwortung für das regionale Beben tragen muss.
Die Folge zum Kasberg gibt es ab sofort überall, wo es Podcasts gibt und auf www.salzkammergut-podcast.com

