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Kritik an geplanter Streichung von hausärztlicher Kassenstelle in Bad Ischl

Mag. Lisa-Maria Laserer, 10.04.2026 07:41

BAD ISCHL. Die geplante Streichung einer hausärztlichen Kassenstelle im Ortsteil Kaltenbach sorgt für deutliche Kritik seitens der Stadtgemeinde. Bürgermeister Ines Schiller sieht dadurch die medizinische Versorgung vor Ort gefährdet und fordert eine rasche Korrektur der Entscheidung.

Bürgermeisterin Schiller kritisiert die Streichung der Kassenstelle stark. (Foto: Stadtgemeinde Bad Ischl)

Aus Sicht der Gemeinde ist die Situation besonders brisant, da mit Frau Dr.in Rubenbauer bereits eine Nachfolge zur Verfügung steht. Die Ärztin kennt die Bevölkerung durch ihre bisherige Tätigkeit und könnte die bestehende Ordination übernehmen. Zudem handelt es sich um eine Großraumpraxis, die eine abgestimmte Versorgung ermöglicht.

Versorgung und Belastung

Bereits jetzt arbeiten die bestehenden Hausarztpraxen im Stadtgebiet an ihrer Belastungsgrenze. Ein Wegfall der Kassenstelle würde laut Gemeinde die Situation weiter verschärfen und die Versorgung im Ortsteil Kaltenbach deutlich beeinträchtigen.

„Diese Entscheidung ist für mich völlig unverständlich und nicht akzeptabel. Hier wird sehenden Auges die medizinische Versorgung eines ganzen Ortsteils aufs Spiel gesetzt“, stellt die Bürgermeisterin klar.

Forderung nach Korrektur

Auch mögliche Einsparungsmaßnahmen werden kritisch gesehen. Die Bürgermeisterin warnt davor, dass finanzielle Überlegungen nicht zulasten der wohnortnahen medizinischen Betreuung gehen dürfen.

„Wenn Sparmaßnahmen dazu führen, dass die wohnortnahe ärztliche Versorgung ausgedünnt wird, dann läuft im System etwas grundlegend falsch. Gesundheit darf kein Sparposten sein.“

Die Gemeinde fordert, die Kassenstelle als eigenständige Praxis zu erhalten und neu auszuschreiben. „Die Kassenstelle muss als eigenständige hausärztliche Praxis erhalten bleiben und neu ausgeschrieben werden. Alles andere ist ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung in Kaltenbach.“


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