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EBENSEE. Drei Jahre lang wurden acht alpine Kleinseen in Österreich untersucht. Am Vorderen Langbathsee bei Ebensee machten die Forscher besonders erfreuliche Entdeckungen: Seesaibling und Edelkrebs zeigen starke Bestände.

Ringwadenbefischung am Vorderen Langbathsee (Foto: oebf/Luisa Wallner)
Ringwadenbefischung am Vorderen Langbathsee (Foto: oebf/Luisa Wallner)

Wie steht es um die Fische und Krebse in Österreichs alpinen Kleinseen? Dieser Frage gingen die Österreichischen Bundesforste gemeinsam mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft und dem Büro für Gewässerökologie blattfisch nach. Acht Seen wurden über einen Zeitraum von rund drei Jahren untersucht – darunter der Vordere Langbathsee bei Ebensee.

Gerade dort liefern die Ergebnisse erfreuliche Nachrichten. Während sich die Fischbestände in mehreren untersuchten Seen teilweise deutlich verändern und ursprünglich heimische Arten zurückgehen, präsentiert sich die Situation am Vorderen Langbathsee vergleichsweise positiv.

Starker Bestand an Seesaiblingen

Die Untersuchungen ergaben laut Bundesforsten einen außergewöhnlich starken Bestand an Seesaiblingen. Besonders wichtig: Die Tiere vermehren sich im See erfolgreich auf natürliche Weise. Auch weitere für solche Gewässer typische heimische Fischarten wie die Elritze weisen gute Bestände auf.

Damit hebt sich der Langbathsee von mehreren anderen untersuchten Gewässern ab. Denn die Studie zeigt auch, dass Arten wie Seesaibling, Seeforelle, Elritze oder Koppe vielerorts unter Druck geraten. Gleichzeitig nehmen teilweise Fischarten zu, die ursprünglich nicht in den jeweiligen Seen heimisch waren.

Als Gründe nennen die Experten unter anderem frühere Besatzmaßnahmen und die Folgen steigender Wassertemperaturen. Raubfische wie Flussbarsch oder Hecht kommen mit wärmerem Wasser teilweise besser zurecht. Auch fehlende Laichplätze oder eingeschränkte Wandermöglichkeiten über Zuflüsse können heimische Bestände beeinträchtigen.

Auch beim Edelkrebs gibt es gute Nachrichten

Erfreulich fällt am Vorderen Langbathsee auch die Untersuchung des Edelkrebses aus. Die heimische Flusskrebsart ist in Österreich stark zurückgegangen und gilt als besonders gefährdet. Am Langbathsee wurde jedoch eine stabile, sich natürlich reproduzierende Population festgestellt.

Positive Entwicklungen gibt es auch an anderen oberösterreichischen Seen. Im Gleinkersee, Offensee und Laudachsee konnten sich Edelkrebsbestände nach früheren Ausbrüchen der Krebspest deutlich erholen.

Für ihre Untersuchungen setzten die Forscher unterschiedliche Methoden ein. Neben Netz- und Elektrobefischungen wurden wissenschaftliche Echolote sowie sogenannte eDNA-Analysen verwendet. Dabei reichen kleinste DNA-Spuren im Wasser aus, um Hinweise auf vorkommende Arten zu erhalten.

Die Ergebnisse sollen nun in die künftige Bewirtschaftung der Seen einfließen. Vorgesehen sind unter anderem Schutzmaßnahmen für heimische Arten und deren Lebensräume sowie Vorkehrungen gegen die Einschleppung invasiver Arten und Krankheiten.


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