Salzkammergut Pride: Hunderte ziehen bunt durch Bad Ischl
BAD ISCHL. Bunte Fahnen, Musik und klare Botschaften. Die Salzkammergut Pride brachte am Wochenende mehrere hundert Menschen auf die Straßen.

Die Salzkammergut Pride hat am 28. und 29. August bereits zum dritten Mal ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz gesetzt. Was im Kulturhauptstadt-Jahr seinen Anfang nahm, hat sich mittlerweile als fixer Termin im Veranstaltungskalender der Region etabliert.
Auftakt in Ebensee
Gestartet wurde das Pride-Wochenende bereits am Freitag in Ebensee. Bei einem Filmabend konnten sich die Besucher auf die Veranstaltungen einstimmen und gemeinsam in das Wochenende starten.
Am Samstag verlagerte sich das Geschehen nach Bad Ischl. Unter dem Motto „Mia san queer, mia san do, gwents eich dran!“ zogen mehrere hundert Teilnehmer durch die Innenstadt. Sie marschierten, tanzten und sangen gemeinsam bis zum Sissi-Park und sorgten mit Musik, Fahnen und bunten Outfits für ein weithin sichtbares Zeichen.
Musik, Drag und Party im Sissi-Park
Im Sissi-Park wartete anschließend ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, DJ-Sets und Drag-Auftritten.
Den Abschluss bildete am Abend die Aftershow-Party in der Trinkhalle. Dort wurde gemeinsam getanzt und gefeiert – und die dritte Salzkammergut Pride klang nach zwei Veranstaltungstagen ausgelassen aus.








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29.08.2026 18:44
Toleranz auf Befehl? „Gwents eich dran!
Im Artikel ist ganz selbstverständlich von „Vielfalt und Akzeptanz“ die Rede. Doch so einfach ist es nicht. Jeder Mensch verdient Respekt und soll sein Privatleben führen können, wie er möchte. Aber bei einer öffentlichen Pride geht es eben nicht mehr nur um Privatleben. Hier werden Vorstellungen von Sexualität, Geschlecht und Identität demonstrativ in den öffentlichen Raum getragen – verbunden mit der Ansage: „Mia san queer, mia san do, gwents eich dran!“ Und dann liest man im Programm von Drag-Auftritten und Namen wie „Eric BigClit“ – während gleichzeitig ein Kinderprogramm angeboten wird. Ernsthaft? Müssen wir uns wirklich an alles „gewöhnen“, nur weil es unter den wohlklingenden Begriffen „Vielfalt“ und „Toleranz“ präsentiert wird? Wo verläuft eigentlich noch die Grenze zwischen Toleranz und der gesellschaftlichen Normalisierung von Dingen, die viele Menschen aus guten moralischen, religiösen oder pädagogischen Gründen ablehnen? Ich finde, man darf durchaus die Frage stellen: Soll all das tatsächlich als völlig normal und selbstverständlich gelten – und ist bereits derjenige intolerant, der darin Auswüchse und Perversionen unserer zunehmend sexualisierten Gesellschaft erkennt? Toleranz ist keine Einbahnstraße. Lebt euer Leben, wie ihr es für richtig haltet. Aber verlangt nicht von der gesamten Gesellschaft, jede Vorstellung von Sexualität und Geschlecht ebenfalls für richtig zu halten, zu feiern oder ihren Kindern vermitteln zu wollen. Respekt vor jedem Menschen: unbedingt. Verpflichtende Zustimmung zu einer Weltanschauung: nein.