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BAD ISCHL/BEZIRK. Mit den in weiten Teilen Oberösterreichs frühlingshaften Temperaturen ist die Hauptsaison für viele Skifahrer vorbei. Die Kliniken der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) mussten auch heuer wieder viele Wintersportler nach Unfällen versorgen. Die meisten davon in den Salzkammergut Kliniken.

Primaria Johanna Berger, Leiterin der Abteilung für Unfallchirurgie am Salzkammergut Klinikum Bad Ischl (Foto: OÖG)

In den Salzkammergut Kliniken Bad Ischl, Gmunden und Vöcklabruck wurden in der Wintersaison 2023/24 insgesamt 874 Wintersportler behandelt. Davon waren 792 Skifahrer und 82 Snowboarder. Das sind gesamt um 33,45 Prozent – also über ein Drittel – mehr als in der Saison 2022/23. Alleine in Bad Ischl mussten in der vergangenen Saison 2023/24 416 Ski- und 40 Snowboardunfälle versorgt werden. „Schwere Knieverletzungen, Unterschenkelbrüche und Schulterverletzungen sind typische Verletzungsmuster, die wir in unseren Ambulanzen sehen. Sehr positiv ist, dass die Anzahl der Schädelverletzungen, die wir zu versorgen haben, rückläufig ist, auch wenn ansonsten die Verletzungen schwerer werden“, so Primaria Johanna Berger, Leiterin der Unfallchirurgie im Salzkammergut Klinikum Bad Ischl.

Jeder Achte mit dem Hubschrauber ins Klinikum

Besonders häufig ist die Altersgruppe zwischen zehn und 19 Jahren betroffen. Auch ereignen sich an Wochenenden die meisten Skiunfälle, die im Spital versorgt werden müssen. Die bei weitem meisten Verletzten sind Österreicher (74 Prozent), danach folgen weit abgeschlagen Gäste aus Deutschland (zehn Prozent) und Tschechien (vier Prozent). Frauen und Männer verletzten sich gleich oft, das ist ausgewogen. So gut wie alle (92 Prozent) verletzten sich bei selbst verursachten Stürzen. Nur bei acht Prozent der Unfälle wird Fremdverschulden nicht ausgeschlossen und die Polizei musste gerufen werden. Jeder achte Verletzte (13,3 Prozent) musste mit dem Hubschrauber vom Skigebiet in ein Klinikum geflogen werden.

Verletzungen werden zunehmend schwerer

Tendenziell nimmt die Schwere der Verletzungen zu. Waren es früher oftmals „nur“ Bänderrisse, sind immer häufiger Knochenbrüche und Wirbelsäulenverletzungen zu behandeln.


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