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GMUNDEN. Einen gewaltigen Umbruch wird“s in der kommenden Saison bei der Bundesligamannschaft der Basket Swans geben. Eine Mischung aus Talenten und Routiniers lässt die Erwartungen wieder höher schrauben.

Der Litauer Povilas Gaidys verstärkt ab sofort die Gmundner Swans. Foto: ABL Pool
Der Litauer Povilas Gaidys verstärkt ab sofort die Gmundner Swans. Foto: ABL Pool

Die neue Zusammensetzung des Kaders lässt einiges erhoffen, denn mit den Neuzugängen Enis Murati, Toni Blazan (beide österreichisches Nationalteam), Alex Wesby (zuletzt Schweden), dem Litauer Povilas Gaidys (zuletzt Graz) und Nick Smith (USA) sowie Talent Thomas Hieslmair (Vorchdorf) wird die Mannschaft ein vollkommen neues Gesicht präsentieren. „Das war nach den Abgängen von Mayer, Poiger, McLaughlin (alle Karriereende), Johnson, Farmer, Ray (keine Vertragsverlängerung) und Joch (Salzburg) auch unumgänglich“, sagt Manager Harald Stelzer.

Junge Österreicher und internationale Routine

Jeder Transfer hat seine eigene Geschichte: Toni Blazan kommt aus Fürstenfeld, ist einer der vielversprechendsten jungen Spieler Österreichs und gehört dem Kader des österreichischen Nationalteams an. Er kann sowohl auf der Position 3 als auch 4 eingesetzt werden.

Ähnlich war die Situation bei Povilas Gaidys: Der 206 Meter große Litauer war in der abgelaufenen Saison der beste Rebounder der ABL. Mit ihm waren die Swans schon seit März in Kontakt. Durch einen Wechsel seines Spieleragenten und einigen Versuchen, in größeren ausländischen Ligen unterzukommen, verzögerte sich der Transfer.

Alex Wesby trug vor 13 Jahren bereits zu Beginn seiner tollen Karriere den Swans-Dress, mit ihm holten die Gmundner den ersten Cupsieg. Seitdem spielte er auf hohem Niveau in der ersten schwedischen und holländischen Liga, ehe er im Frühjahr beschloss, seine Karriere in Gmunden ausklingen zu lassen. Hilfreich natürlich, dass seine Familie in Ohlsdorf ansässig ist, seine jetzige Frau und Mutter zweier Söhne hatte er bei seinem ersten Engagement in Gmunden kennengelernt.

Einiges erwartet man sich auch vom einzigen wirklichen Liga-Neuling, dem jungen US-Amerikaner Nick Smith: Der exakt zwei Meter große Innenspieler wurde in der abgelaufenen Spielsaison „wertvollster Spieler“ der zweiten schwedischen Liga und möchte bei den Basket Swans nun den nächsten Karriereschritt machen.

Heimkehr des verlorenen Sohnes Murati

Dass Enis Murati nach einem persönlich sehr erfolgreichen Jahr in Belgien (er war einer der Topscorer der sehr starken belgischen Liga) wieder an den Traunsee zurückkehrt ist so etwas wie die Heimkehr des verlorenen Sohnes. Der vormalige Swans-Kapitän soll mit seiner Routine, Kampfkraft und Wurfstärke die Führungsqualitäten mitbringen, die voriges Jahr auf den Außenpositionen so schmerzlich vermisst wurden.

Vorchdorfer Talent Hieslmair wechselt zu Swans

Komplettiert wird die Liste der Neuzugänge vom talentierten 19-jährigen gebürtigen Vorchdorfer Thomas Hieslmair, einem sehr athletischen Power Forward, der langsam ans Bundesliganiveau herangeführt werden soll. Er spielte in der abgelaufenen Saison sehr erfolgreich in Vorch-dorf in der dortigen Landesligamannschaft.

Meisterteam Bamberg kommt am 4. September

Gemeinsam mit den etablierten Daniel Friedrich, Tilo Klette, Adrian Mitchell, Mathias Linortner und Lukas Schartmüller, dem U19- Landesmeister Thomas Buchegger und U18-Neonationalspieler Simon Kasparet steht dem Trainerteam Bernd Wimmer/Markus Pinezich nominell ein sehr starker Kader zur Verfügung, der naturgemäß auch die Erwartungen höher ansiedelt. Die Vorbereitungszeit wird bereits einiges für Basketballfeinschmecker bringen: Bereits am 4. September gastiert um 16 Uhr der deutsche Meister, die Brose Baskets aus Bamberg bei einem Freundschaftsspiel in der Volksbankarena. Beide Teams werden bis auf ihre Nationalspieler bereits mit allen Neuzugängen antreten. „Bamberg ist am Weg zu einem Trainingslager nach Italien. Wir freuen uns außerordentlich, gegen diese internationale Topmannschaft spielen zu dürfen. Das ist vielleicht der beste Gegner, der jemals in der Volksbankarena zu sehen war“, so Stelzer. Nach weiteren Heimspielen gegen Heidelberg und Nürnberg kommt es am 25. September zum nächsten Highlight, wenn die Swans ihre 50-jährige Bundesligazugehörigkeit feiern wollen. Da kommt der ewige Lokalrivale WBC Wels zu einem Freundschaftsspiel nach Gmunden.

Derby gegen Wels zum Meisterschaftsstart

Keine 14 Tage später trifft man dann in Wettkampfstimmung aufeinander. Die Bundesligameisterschaft beginnt für die Gmundner nämlich am Freitag, 7. Oktober mit dem Auswärts-Derby bei Wels.


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