Straßenmeistereien räumen das Land auf
GMUNDEN. Rund 4.000 Tonnen Müll werden pro Jahr von den Straßenmeistereien entsorgt. Bad Ischl liegt dabei mit durchschnittlichen 345 Tonnen Müll pro Jahr vorne. In Gmunden sind es nur 200 Tonnen.

Mit Ende des Winterdienstes werden in den oberösterreichischen Straßenmeistereien die Schneeschaufeln durch die Besen ersetzt. Das sonst regelmäßig stattfindende Müllsammeln kann während des Winters nicht stattfinden. Deswegen gilt die Devise: je länger der Winter, desto mehr Müll wird im Frühjahr sichtbar.
„In den 31 Straßenmeistereien in Oberösterreich sind derzeit rund 950 Mitarbeiter/innen mit der Betreuung von 6.000 Kilometer Landesstraßen beschäftigt. Mit 150 LKW und Unimog sowie verschiedenen Zusatz- und Spezialgeräten wird in diesen Tagen der Frühjahrsputz entlang der Landesstraßen durchgeführt“, sagt Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.
Regionale Unterschiede
Regional gibt es sehr starke Unterschiede. In dicht besiedelten Räumen, wie bspw. dem Zentralraum oder touristisch stark frequentierten Gebieten wie bspw. dem Salzkammergut, fallen höhere Müllmengen an. Kleinräumig ist vermehrt im Bereich von Fast-Food-Restaurants, Tankstellen oder Rastplätzen ebenfalls eine sehr hohe Mülldichte festzustellen.
Stark vermüllte Bereiche sind oft Anziehungspunkte für das Entstehen von wilden Mülldeponien. Haus- und Spermüll wird oft im Bereich von Park- und Rastplätzen oder auch rund um Altstoffsammelzentren am Straßenrand abgelagert. Darunter sind nicht selten auch Problemstoffe wie Auto-Batterien, Reifen, Öl-Gebinde. Sofern der Müll Rückschlüsse auf seine Hinterlasser zulässt, wird von den Straßenmeistereien auch eine Anzeige bei den Behörden eingebracht.
Auch Grenzübergänge betroffen
Problemtisch ist auch der Grenzbereich. Wenn es zu Rückstauungen bei Grenzkontrollen kommt, werden besonders viel Essensreste, Verpackungen und Getränkedosen weggeworfen. Darunter treten auch vermehrt unhygienische Abfälle wie sogenannte Trucker-Bomben (Urin in Plastikflaschen) auf.
„Im Schnitt werden auf Oberösterreichs Landesstraßen jährlich rund 400 Tonnen Müll eingesammelt, die für rund 40.000 Euro zur Entsorgung weitergeleitet werden. Rund 50.000 Mannstunden beträgt in Oberösterreich allein der personelle Aufwand für das Einsammeln dieser unachtsam weggeworfenen Abfälle. Ich bitte deshalb jeden Autofahrer und jede Autofahrerin, im Sinne der Umwelt zu handeln und seinen Abfall regelkonform zu entsorgen“, verdeutlicht Steinkellner.


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