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ALTMÜNSTER. Politischer Schulterschluss bringt mehr Mitspracherecht bei zukünftigen Umwidmungen und schiebt Immobilienspekulationen künftig einen Riegel vor. 

Ortschefin Elisabeth Feichtinger mit Verantwortlichen von SPÖ, FPÖ und Grüne, welche gemeinsam gegen Immobilienspekulation in Altmünster vorgehen. Foto: F. Feichtinger

Die Ankündigung sorgte schon im Vorfeld für Aufmerksamkeit. In der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen SPÖ, FPÖ und Grüne gemeinsam gegen den heftigen Widerstand der ÖVP den Baulandsicherungsvertrag und leiteten damit eine neue Ära in der Baulandpolitik Altmünsters ein.

Ab sofort sind neue, als Bauland gewidmete Flächen innerhalb von fünf Jahren zu bebauen und ausschließlich als Hauptwohnsitz zu nutzen. „Mit diesem neuen Vertrag bekommt die Gemeinde deutlich mehr Rechte, falls Grundeigentümer sich nicht an diese Vorgaben halten“, erklärt Bauausschussobmann Klaus Mitterhofer (FPÖ).

Ebenso wird verträglich ein Quadratmeterpreis festgelegt, welcher beim Verkauf des Grundstückes nicht überschritten werden darf. Zudem muss der Widmungswerber Gründe für den Umwidmungsantrag angeben. „Immobilienspekulationen sollen damit effektiv verhindert und die rasant steigenden Grundstücks- und Mietpreise eingebremst werden“, ist der grüne Fraktionsobmann Johannes Schmidseder optimistisch.

Altmünster schlägt damit ein neues Kapitel bei der Sicherung von Lebensraum für die eigene Bevölkerung auf. Bürgermeistrin Elisabeth Feichtinger freut sich über den Zusammenhalt der drei Fraktionen: „Dieser Vertrag ist bereits seit vielen Jahren in den meisten Attersee-Gemeinden oder im Inneren Salzkammergut fixer Bestandteil von Baulandwidmungen und wird auch in Altmünster vieles positiv beeinflussen.“


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