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PINSDORF. Mitte Oktober riefen die Anrainer-Gemeinden Pinsdorf, Gmunden, Altmünster und Ohlsdorf im Konflikt mit dem Zementwerk Hatschek ein Schiedsgericht an. Doch Gespräche fanden nicht statt. Nun wird der Tonfall härter.

Foto: Tóth
Foto: Tóth

Seit einem 50 Millionen Euro teuren Umbau im Unternehmen Hatschek Anfang 2019 mehrten sich Anrainerbeschwerden über Geruchsbelästigung. Die Bürgermeister von Gmunden, Pinsdorf, Altmünster und Ohlsdorf fordern im Sommer auf Basis einer 1996 mit Hatschek geschlossenen Vereinbarung den Einbau einer RTO-Abgasreinigungsanlage. Auf diese öffentlich geäußerte Forderung reagierten Hatschek und dessen Mutter-Konzern Rohrdorfer mit der einseitigen Kündigung der Vereinbarung.

Ein von den Gemeinden angerufenes Schiedsgericht wurde von Hatschek ebenfalls nicht angenommen. Nun „wurde den betroffenen Gemeinden und dem Bürgerbeirat Zementwerk von der Chefetage des Rohrdorfer Konzerns mitgeteilt, dass an einem schlichtenden Gespräch kein Interesse besteht“, gibt sich Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf in einer Presseaussendung verärgert. Ebenso wie Dieter Helms, Bürgermeister von Pinsdorf und Sprecher des „Bürgerbeirats Zementwerk“, sieht er nun in einer Klage den notwendigen nächsten Schritt.

Er sei sich dessen bewusst, dass das Zementwerk Hatschek ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region sei, rechtliche Vereinbarungen müssten jedoch eingehalten werden, betont Krapf. Die Gesundheit, Sicherheit und massiv eingeschränkte Lebensqualität der Menschen dürften nicht negiert werden.

Voraussetzung für eine mögliche Klage ist ein entsprechender Gemeinderatsberschluss in allen vier Gemeinden. Drei liegen bereits vor, die Entscheidung der Gemeinde Altmünster fällt voraussichtlich bis 16. Dezember.

Höherer Schornstein und Filter werden gebaut

Hatschek-Werksleiter Peter Fürhapter sieht weiterhin die Möglichkeit, „bestehende Herausforderungen“ im Rahmen von Gesprächen zu lösen. Eine für den Frühling geplante Erhöhung des Schornsteins mitsamt einer weiteren Filteranlage, soll zudem die Staubemissionen und Geräusche am Kamin „im zweistelligen Prozentbereich“ reduzieren. Man sei überzeugt, dass diese Maßnahme auf Basis der „historisch gewachsenen technische Lösungen“ in dem seit 112 Jahren bestehenden Betrieb „den größtmöglichen Nutzen für die gemeinsamen Ziele für die Region darstellt“, so Fürhapter.


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