Arbeitsminister Martin Kocher war digital im Salzkammergut zu Gast

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Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 15.02.2021 13:24 Uhr

WIEN/BEZIRK GMUNDEN. Der neue Arbeitsminister Martin Kocher war kürzlich in der virtuellen Bezirksparteileitungssitzung der ÖVP Salzkammergut zu Gast. Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt und vor allem die Schwierigkeiten der zum Teil geschlossenen Betriebe waren die Hauptthemen der Gespräche mit den gut 50 ÖVP-Vertretern aus den 20 oberösterreichischen Salzkammergut-Gemeinden. 

Minister Kocher betonte einmal mehr, dass die Bundesregierung alles unternimmt, um die Mitarbeiter und Betriebe bestmöglich zu unterstützen. Neben den vielen Aktivitäten im Krisenmanagement werden auch bereits Vorbereitungen für die Zeit nach Corona getroffen. „Wir müssen rasch und kraftvoll aus der Pandemie rausstarten – dazu unterstützen wir Arbeit und Wirtschaft mit vielen Maßnahmen“, so der Minister.

Bezirk Gmunden ist Arbeitsplatz-Motor im Land

„Neben den großen Städten im Zentralraum ist der Bezirk Gmunden DER Arbeitsplatz-Motor in Oberösterreich“, stellte ÖVP-Bezirksobmann Rudolf Raffelsberger eingangs klar. An die 42.000 Menschen im Salzkammergut sind in ca. 7.900 Betrieben unselbständig tätig. Der gute Mix aus Gewerbe, Handel sowie der Industrie (mit dem Schwerpunkt im Norden) und dem Tourismus in den südlichen Gemeinden, hat das Salzkammergut bis jetzt krisenfest gemacht.

Durch Corona ist aber gerade der Tourismus zum Teil massiv weggebrochen, wie auch die Arbeitslosen-Statistik zeigt. Diese ist im Bezirksschnitt um über 30% (von 5,4% im Jänner 2020 auf 7,1 % im Jänner 2021) angestiegen. Gerade in den  hochtouristischen Wirtschaftsstandorten im alpinen Raum gab es deutlich höhere Zuwächse an Arbeitslosigkeit. So ist etwa in Gosau (+346,15%), Hallstatt (+142,86%) und Obertraun (+77,78%) ganz klar ersichtlich, dass in diesen Gemeinden der Tourismus DER Wirtschaftsfaktor ist. „Hier müssen wir aktiv unterstützen und sowohl den Betrieben als auch den Mitarbeitern positive Zukunftsaussichten geben“, stellen sich VP-Chef Raffelsberger und WKO-Bezirksobmann Ettinger klar hinter die Tourismusbetriebe.

Unterstützungen müssen zeitnah umgesetzt werden

Der St. Wolfganger Bürgermeister Franz Eisl nutzte die Gelegenheit, den neuen Arbeitsminister auf die Sorgen einiger Leitbetriebe anzusprechen. So sind beispielsweise große Betriebe stark davon betroffen, dass dort und da die Unterstützungszahlungen nicht in der angekündigten Form und vor allem zeitgerecht fließen. „In meiner Gemeinde sind alleine in unserem Leitbetrieb zur Zeit knapp 80 Mitarbeiter in Kurzarbeit – und das, obwohl das Hotel nicht öffnen kann.“ Er schätze diesen Einsatz der Wirtin sehr, so Eisl, denn „sie hilft tatkräftig mit, dass unsere Bevölkerung halbwegs gut durch die Krise kommt“. Aus diesem Grund muss auch die öffentliche Hand flott „liefern“ und es braucht auch rasche Erledigungen durch die Förderstellen.  Der St. Wolfganger Bürgermeister zeigte sich zufrieden, dass der Arbeitsminister sich dieser Themen annehmen wird.

Verbesserungen im Ausbildungsbereich und Entbürokratisierung vorantreiben

Besonderen Wert legt die WKO-Bezirksspitze mit Martin Ettinger und Robert Oberfrank darauf, dass Impulse für eine moderne Arbeitsmarktpolitik gesetzt werden. Betriebsnahe Weiterbildung und „Training on the Job“ sollen Betriebe und Mitarbeiter krisenfest machen. Auch die Wiedereingliederung von schon länger beschäftigungslosen Menschen muss deutlich gesteigert werden „Fast alle Betriebe suchen Arbeitskräfte und können oft monatelang Stellen nicht nachbesetzten. Meist müssen dann Leiharbeiter aus unseren östlichen Nachbarstaaten eingestellt werden“, bedauern Ettinger und Oberfrank die Entwicklung. Sie fordern rasch Änderungen und Entbürokratisierungen.

Für ÖVP-Bezirkschef LAbg. Rudolf Raffelsberger war das Treffen mit Arbeitsminister Kocher ein guter Erfolg „Gemeinsam mit meinen über 50 Kolleginnen und Kollegen aus den Salzkammergut-Gemeinden hatte ich einen guten Eindruck von Martin Kocher. Er hat unsere Sorgen mitgenommen und versprochen, unsere Anliegen zu unterstützen“, so Raffelsberger abschließend.

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