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Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf im Interview

Daniela Toth, 23.03.2021 08:47

GMUNDEN. Die Folgen der Krise abzufedern und zugleich Gmunden für die Zukunft gut aufzustellen: Wie dies gelingt, erzählt Bürgermeister Stefan Krapf im Tips-Interview.

Bgm. Stefan Krapf Foto: Stadtgem. Gmunden
Bgm. Stefan Krapf Foto: Stadtgem. Gmunden

Tips: Kürzlich hat Gmunden das sechste Corona-Paket verabschiedet. Wie wird es angenommen?

Bürgermeister Stefan Krapf: Die Rückmeldungen sind eher positiv. Ich habe immer gesagt: Auch wenn die Entscheidungen nicht auf kommunaler Ebene fallen, so wollen wir die Bürger als Gemeinde bestmöglich durch die Krise leiten. Wir haben daher Maßnahmen für ein breites Spektrum gesetzt: Von der Wirtschaft über die Kultur, die ältere Generation bis zu jenen, die in eine akute finanzielle Notsituation geraten – hier ist oft kurzfristige Hilfe besonders wichtig. Wir haben schon bei unserem Paket vor Weihnachten gemerkt, dass die Gutscheinaktion sehr gut genutzt wurde und auch für die Wirtschaft sehr wichtig war – das wird auch bei der jetzigen „Neuauflage“ so sein. Damals wurden rund 3.400 Gutscheine verteilt. Sehr gut angenommen wird auch der Taxidienst zu den Corona-Teststationen und zu den Dienstleistern für die ältere Generation.

Tips: Wie möchte Gmunden in den kommenden Monaten Leben ins Stadtzentrum bringen?

Krapf: Es wird heuer sicher keine Großveranstaltungen geben, wir werden aber wieder Schirme und Sessel zum Verweilen anbieten. Außerdem planen wir in Kooperation mit den Salzkammergut-Festwochen kleine, feine Kulturveranstaltungen – sehr hochwertig und natürlich mit entsprechender Vorsicht. Es ist uns wichtig, dass die Kultur nicht zu kurz kommt und die Stadt einladend gestaltet wird. Wir haben auch für die Gestaltung im Advent sehr positive Rückmeldungen bekommen – vor allem zu den Lichteffekten und zu den Standerln, an denen Helmut Wittmann über das Brauchtum erzählt hat. Etwas Ähnliches haben wir jetzt auch zu Liebstatt umgesetzt – und an dem werden wir auch in Zukunft dranbleiben.

Tips: Rund um das geplante Hotel im „Seeviertel“ scheint es nach Jahren in die Zielgerade zu gehen. Was ist anders als früher?

Krapf: Ich bin vorsichtig optimistisch. Beharrlichkeit, Geduld und Ausdauer haben uns an einen guten Punkt gebracht. Dr. Bergthaler begleitet das Projekt als Jurist anhand gemeinsam erstellter Parameter. Was sicher ein wichtiger Faktor ist: Seit fast zwei Jahren arbeiten wir überfraktionell in einem eigenen Gremium zusammen, begleitet von Experten aus Tourismus und Architektur. So ist ein Konsens für die Bebauung entstanden. Das ist eine ganz neue Vorgehensweise und wir haben hier in sehr offenen Gesprächen – wo auch jeder einmal einen Schritt zurückstecken musste – ein gemeinsam getragenes Projekt entwickelt. Diese Art der konstruktiven Zusammenarbeit ist sicher ein Modell der Zukunft.

Tips: Ebenfalls lange gewartet haben viele auf die Spange Pinsdorf. Wann ist sie fertig?

Krapf: Wir haben lange auf die benötigten Unterschriften gewartet, jetzt ist die vertragliche Situation geregelt. Die Spange ist wichtig für Gmundner und Pinsdorfer und soll bis spätestens kommendes Frühjahr fertig sein – vielleicht schon früher.


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